Cordula Simon

Cordula Simon
© Sabrina Jaehn

Cordula Simon ergründet in „Ostrov Mogila“ eine beengende, matriarchalische Lebenswelt

Mit freundlichem, aber entschlossenem Blick sitzt Cordula Simon am Lesepult. Anspannung ist ihr nicht anzumerken. Von dem Glas Wasser, das neben ihr bereitsteht, wird sie in den nächsten Minuten ihrer Lesung nichts trinken. Weiterlesen

Anousch Mueller

Anousch Mueller
© Sabrina Jaehn

Die Unerbittlichkeit des Juryurteils

Den Kopf mit den Händen gestützt, die Lippen zusammengepresst, stellt sich Anousch Mueller dem Juryurteil am Ende des 1. Wettbewerbtages des Ingeborg-Bachmann-Preises. Ihre Enttäuschung über die deutlichen Worte der Kritiker kann die zierliche Autorin nicht verbergen. Verständlich, gerät doch ihr Beitrag „Falunrot“ in ein erbarmungsloses Kreuzfeuer der Kritik. Weiterlesen

PetrowskajaKatja0002

Katja Petrowskaja
© Pressearchiv

Die letzte Autorenlesung am Freitag war historisch. Katja Petrowskaja las aus einem Auszug ihres Romans „Vielleicht Esther“. Darin schildert sie über persönliche Bezüge das Schicksal der jüdischen Bevölkerung in der ehemaligen Sowjetunion.
Direkt nach der Lesung löst ihr Auftritt extreme Reaktionen aus: anhaltender Applaus des Publikums, eine kontroverse Diskussion in der Jury, aber vor allem viel positive Kritik.

Es zeichnet sich ab, dass Petrowskaja Anwärterin auf einen der Preise des Bachmann-Wettbewerbs ist.

Lisa-Marie George

Nadine Kegle

Nadine Kegle

In ihrer gepunkteten Bluse, der zu großen Brille und dem kurzen Bobschnitt wirkte die Autorin mädchenhaft und beinahe kindlich, als sie an diesem Nachmittag die Bühne im ORF-Studio betrat.  Dort trug sie eine Passage aus ihrem noch unfertigen Roman „Scherben schlucken“ vor. Wie in ihren Kurzgeschichten, die Anfang des Jahres gesammelt im Czernin Verlag erschienen, ist es auch in diesem Text vor allem die Weiblichkeit in ihren zahlreichen Facetten, für die sich die Wahl-Wienerin interessiert. In der Passage aus „Scherben schlucken“ legt sie den Fokus passend zu ihrer Garderobe und der hellen Stimme auf das Kindsein, das auch im Erwachsenenalter nicht aufhört. Vor allem dann nicht, wenn diese Kindheit geprägt ist von unerfüllten Wünschen, mangelnder Mütterlichkeit und männlicher Gewalt. Weiterlesen

Verena Güntner_von Sabrina Jaehn

Verena Güntner
(© Sabrina Jaehn)

Wie Verena Güntner die Gedanken eines Sechzehnjährigen ausspricht

Wenn die Autoren lesen, verwandeln sie sich alle irgendwie in ihre Figuren. Der eine mehr, der andere weniger. Der Verwandlungstrank ist die Stimme – im Text und als Schallwelle. Das Besondere an der Lesung von Verena Güntner ist, wie meilenweit Rolle und Autor voneinander entfernt zu sein scheinen. Eine junge Frau wird zu einem sechzehnjährigen Jungen. Verena Güntner mit den naturbraunen Mädchenlocken sitzt im seriösen Schwarzen hinter dem weißen Rednertisch. Weiterlesen

Prof. Fr. Siegfried Lokatis © Antje Kratzer

Prof. Dr. Siegfried Lokatis ©Antje Katzer

Nicht nur Goethes Faust lobte sich sein Leipzig … Drei Personen mit einer Leidenschaft für Leipzig und (Hör-)Bücher haben wir befragt: Hörbuch-Verleger David Fischbach, Autorin und Journalistin Anna Kaleri und Buchwissenschaftsprofessor Dr. Siegfried Lokatis. Wer wissen möchte, welche kulturellen Besonderheiten Leipzig zu bieten hat und welche Lieblingsorte Leipziger „Büchermenschen“ so haben, sollte unbedingt weiter lesen. Weiterlesen