Verlage 3.0 - Luka Schuchard

© Luka Maria Schuchard

Verlag 3.0 – Neue Kompetenzen, neues Führen. Erwartungen der Digital Natives und der Verlage

„Digital Native ist nicht unbedingt eine Frage des Alters“, betonte Mareike Hermes, Projektmanagerin Business Development im Carlsen Verlag. Sie sollte die junge Generation vertreten, war aber auch in ihrer Rolle als Nachwuchsführungskraft beim Strategiepanel des Forums Verlagsherstellung. Am Morgen des ersten Tages der Frankfurter Buchmesse diskutierte sie mit Annette Beetz (Geschäftsführerin Marketing Rowohlt Verlage), Per Dalheimer (Geschäftsführer ebook.de) und Patrick Scheidt (Leiter Marketing Elsevier Verlag) über den Nachwuchs in der Buchbranche. Kirsten Steffen von Bommersheim Consulting moderierte die Veranstaltung. Weiterlesen

Die Zahl der auf Buchmesse präsentierten Titel ist erschlagend. Darunter die besten und lesenswertesten Bücher zu finden, ist fast unmöglich. Daher schauen wir doch lieber auf die anderen, die außergewöhnlichen, die seltsamen, die merkwürdigen – eben die kuriosen Bücher der Buchmesse. Eine subjektive Auswahl und Bewertung von Dominique Conrad.

Platz 1: „Backstage – beluinus anus“

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© Dominique Conrad

Dieser Bildband ist das definitiv kurioseste Buch des Buchmesse. Auf den ersten Blick kann man die Fotos nicht so recht einordnen – auf den zweiten Blick ebenso wenig. Weiterlesen

© Dominique Conrad

In der Rubrik „Places to see” stellen unsere Messereporter jeden Tag Tipps zusammen: spezielle Orte, Messestände oder einfach nur sinnvolle Ideen, was man auf der Buchmesse nicht verpassen sollte.

© Dominique ConradEine Zeitreise in die Vergangenheit führt zu den Wurzeln der E-Books: In Halle 4.1, Stand Q47 kann man Johannes Gutenberg beim Druck einzelner Seiten seiner berühmten 42-zeiligen Bibel zusehen. Dort hat das Gutenberg-Museum aus Mainz einen Nachbau der Gutenberg-Presse aufgestellt, deren Funktion mehrmals täglich vorgeführt wird.

© Dominique ConradEr gilt insgeheim als der schönste Stand der Buchmesse und hat mehr mit einem Wohnzimmer als mit einem typischen Messestand gemein: die Präsentation des Verlags Kein & Aber (Halle 3.0, Stand B105). Auf der diesjährigen Buchmesse bietet sich die letzte Gelegenheit in diesem besonderen Wohnzimmer Platz zu nehmen, da der Verlag seinen Stand 2014 umgestalten wird.

© Dominique ConradWer dem Trubel eines typischen Messetags kurz entfliehen oder ein Gespräch mit Bekannten in normaler Lautstärke führen möchte, der findet hier kleine Oasen: In dem Stockwerk zwischen Halle 3.0 und 3.1 befinden sich jeweils auf beiden Seiten der Halle ruhigere Nischen mit gemütlichen Sitzgruppen und Blick auf das geschäftige Treiben in der Messehalle.

© Dominique ConradEin besonderer Blickfang ist das Lesezelt auf der Agora. Von außen noch nicht einmal so spektakulär, entfaltet es im Inneren seine ganz Pracht: das rot-gelb gestreifte Zeltdach, ein Kronleuchter in der Mitte, ringsherum hölzerne Séparées und an den Wänden unzählige Spiegel. Wer möchte, kann auch einer der zahlreichen Lesungen lauschen, aber ein Besuch lohnt sich allein schon wegen des historischen Ambientes.

Dominique Conrad

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Places to see: Donnerstag, 10. Oktober 2013

Ruth Binde und die JVM

Michael (IT/Internet), Lukas (Bielefeld), Eva (2. Vorsitzende), Ruth Binde, Anita (Wien), Stefanie (Wien) und Lena (Schatzmeisterin)
© Dominique Conrad

Sie träumte von einer Karriere als Schauspielerin. Diesen Traum konnte Ruth Binde nicht verwirklichen, stattdessen machte sie in Bern eine Buchhändlerlehre, arbeitete anschließend in Hamburg und Berlin, bevor sie wieder in die Schweiz zurückkehrte.

Ende 1957 bewarb sie sich für eine Stelle bei dem noch relativ kleinen Zürcher Verlag Diogenes. Erst später erfuhr sie, dass sie die einzige Bewerberin war. In den ersten drei Jahren war Weiterlesen

© Luka Schuchard

© Luka Schuchard

Die neue Welt des Erzählens: multimedial, transmedial oder crossmedial? (Halle 4.0, D 106, 15.30-16.00)

Man kann mit jedem Medium Geschichten erzählen, auch in wenigen Zeichen bei Twitter, behauptet Maurice van Brast. Darum hat der Absolvent der Bauhaus-Universität in Weimar im Januar 2012 xtv.lab (xperimental/televise/laboratory) gegründet, um Geschichten in den sich verändernden Medien zu erzählen. Seine Agentur entwirft im Auftrag transmediale Welten, arbeitet aber auch an eigenen Projekten. Weiterlesen

In der Rubrik “Places to see” stellen Messereporter jeden Tag Tipps zusammen: spezielle Orte, Messestände oder einfach nur sinnvolle Ideen für diejenigen von euch, die nicht wissen, wie sie sich die Zeit um die Ohren schlagen sollen.

Azubistro Frankfurter Buchmesse 2013Der Treffpunkt für den Branchennachwuchs ist das Azubistro in Halle 4.1 A 70/71. Um 10 Uhr findet hier der traditionelle Nachwuchsbrunch statt, mit dabei sind die beiden Nachwuchssprecherinnen Jana Zawadzki und Lisa Marie Keil.

 

frankfurter-buchmesse-auftritt-schweizWenige Schritte vom Azubistro findest du die Schweizer Verlage (4.1 A17). Noch nie war die Reise in die (Bücher-)Schweiz so nahe. Um 11 Uhr hält der Kabarettist Emil Steinberger die Gastrede beim Schweizer Empfang. In den 80er wurden seine Schallplatten in der DDR auf dem Schwarzmarkt hoch gehandelt und 1000-fach raubkopiert. Ob das mit E-Books auch der Fall ist?

Was hat eine Hotdog-Bude mit Social Media zu tun?Hunger? Dann ab nach draußen zum nächsten Wurststand, von denen gibt es einige. Wo es die besten gibt? Das ist mir Wurst, auf der Messe ernähre ich mich vegetarisch.

 

 

Unionsverlag

Als letztes Jahr bekannt wurde, dass Mo Yan den Literaturnobelpreis erhält, konnte man den Jubel vom Stand des Unionsverlags (4.1 E26) bis in die Provinz Shandong in China hören. Wo wird dieses Jahr am lautesten gejubelt? Wenn du dich in der Nähe von Hanser (3.0 C64), Suhrkamp (4.1 F6) oder S. Fischer (3.1 E21) aufhältst und lärmempfindlich bist, dann halte um 13.00 Uhr die Ohren zu. Aber wer weiß, vielleicht werden am Schluss bei Rowohlt (3.1 E65), bei den russischen oder japanischen Verlagen oder am AkV-Stand (3.1 H65) die Champagnerkorken knallen.

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FBM 2013 Agora
© Dominique Conrad

Der Messetag ist noch nicht vorbei, die wichtigste Veranstaltung steht noch bevor. Um 18 Uhr wird auf der Open Stage auf der Agora (Innenhof der Messe Frankfurt) der Virenschleuder-Preis verliehen. Man kann risikofrei und ohne Grippeimpfung am Anlass teilnehmen. Das einzige Risiko besteht darin, dass man bis zum Schluss (21 Uhr) bleibt, tanzt und auf der Messe abfeiert.

Michael Hammerer