Auszeichnung für Ravensburger Verlag und Carl Hanser Verlag

Zum dritten Mal haben die Jungen Verlagsmenschen Unternehmen aus der Buchbranche ausgezeichnet, deren Volontariate den Qualitätskriterien des Gütesiegels entsprechen: Im Rahmen des Young Professionals‘ Day auf der Frankfurter Buchmesse 2019 fand die Verleihung am Messesamstag auf der EDU Stage in Halle 4.2 statt.

Ausgezeichnet wurden der Ravensburger Verlag sowie der Carl Hanser Verlag. Beide Unternehmen bieten durch Inhalte und die Erfüllung verbindlicher Ausbildungsstandards dem Branchennachwuchs die Gelegenheit einer fairen und gewinnbringenden Ausbildung im Volontariat. Dazu gehört beispielsweise ein Ausbildungsplan. Die weiteren Qualitätskriterien des Gütesiegels können dem Punkt ‚Über das Gütesiegel’ entnommen werden.

Clarissa Niermann, 1. Vorsitzende des Junge Verlagsmenschen e.V.:
Wir sind stolz darauf, dass wir bereits zum dritten Mal Verlage mit dem Gütesiegel für Volontariate auszeichnen können! Und hoffen, dass dies eine Motivation für viele weitere Unternehmen der Branche ist, sich für faire Arbeitsbedingungen stark zu machen und den Nachwuchs gut auszubilden.

Tobias Mohr, Leiter der AG Nachwuchsrechte des Junge Verlagsmenschen e.V.:
Mit den beiden zur Frankfurter Buchmesse ausgezeichneten Unternehmen, der Ravensburger Verlag und dem Carl Hanser Verlag, haben wir bisher insgesamt acht Gütesiegel für Volontariate vergeben. Jedes Gütesiegel ist eine große Freude und zugleich eine Bestätigung unseres Engagements. Wir sind davon überzeugt, dass nicht nur der Branchennachwuchs, sondern auch die Unternehmen von fairen Ausbildungsstandards in der Buch- und Medienbranche profitieren.

Die Erfolgsgeschichte des Gütesiegels möchten wir mit weiteren Auszeichnungen auf der Leipziger Buchmesse 2020 fortsetzen.

Und das sagen die ausgezeichneten Unternehmen zum Gütesiegel:

Carl Hanser Verlag:

Wir freuen uns wirklich sehr, dass wir das Gütesiegel für unsere Volontariate bekommen haben. Uns war schon immer wichtig, unsere Volontär*innen gut auszubilden und fair zu behandeln – denn schließlich profitieren letztlich alle davon. Dass wir die Kriterien, die die Jungen Verlagsmenschen für das Gütesiegel aufstellen, gut erfüllen können, gibt uns nun die Sicherheit, dass wir unserem eigenen Anspruch gerecht werden.

Ravensburger Verlag:

Für uns ist es sehr wichtig, die jungen Menschen bei uns vielseitig auszubilden und sie so ihre eigenen Stärken entwickeln zu lassen. Die Verleihung des Gütesiegels an den Ravensburger Verlag ist ein tolles Signal, dass wir den Branchennachwuchs sehr gut ausbilden und fördern. Es macht uns stolz und motiviert uns, dass unser Verständnis im Umgang mit unseren Volontären und Volontärinnen in diesem Maße honoriert wird.

Über das Gütesiegel:

Für das Gütesiegel können sich Unternehmen der Buch- und Medienbranche im deutschsprachigen Raum sowie deren VolontärInnen mit der Einreichung eines Fragebogens bewerben. Voraussetzung für den Erhalt des Gütesiegels ist die Erfüllung verbindlicher Ausbildungsstandards, zu denen beispielsweise ein Ausbildungsplan, Fortbildungen, eine feste Betreuung, Feedbackgespräche und eine Überstundenregelung gehören. Die Kriterien für die Vergabe orientieren sich u. a. an den Volontariaten in Presse- und Zeitschriftenverlagen, die größtenteils mithilfe von Tarifverträgen geregelt sind. Um ein objektives Bild zu erhalten, wird der Fragebogen von der Personalabteilung sowie von mindestens drei VolontärInnen unabhängig voneinander ausgefüllt. Die Gütesiegel werden nach positiver Prüfung für zwei Jahre in regelmäßigen Abständen durch die AG Nachwuchsrechte des Junge Verlagsmenschen e.V. vergeben. Die Ergebnisse der Prüfung werden für jeden Verlag in einem Gütesiegelbericht dokumentiert und können auf der Webseite des Vereins öffentlich eingesehen werden.

Mehr Informationen zum Gütesiegel:

www.jungeverlagsmenschen.de/guetesiegel

Pressekontakt:

Lynne Forster

Junge Verlagsmenschen e.V.

Schriftführerin

lynne.forster@jungeverlagsmenschen.de

Über den Junge Verlagsmenschen e.V.

Der Junge Verlagsmenschen e.V. ist mit über 750 Mitgliedern deutschlandweit das größte Nachwuchsnetzwerk der Buch- und Medienbranche. Er bietet Young Professionals, BerufsanfängerInnen und Studierenden eine unabhängige Plattform, um sich auszutauschen, weiterzubilden und zu organisieren. Seit 2018 verleiht der Junge Verlagsmenschen e.V. das Gütesiegel für Volontariate, mit dem Unternehmen ausgezeichnet werden, die die gute Qualität ihrer Ausbildung gewährleisten.

Durchblick statt Druckfehler – Projektmanagement im Lektorat heißt der Workshop, den Patricia F. Blume am 16.11.2019 an unserem Weiterbildungstag geben wird.

Patricia F. Blume ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Buchwissenschaft am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig. Sie leitet kleine und große studentische Redaktionen für unterschiedliche Publikationsformate und verantwortete zum Beispiel den Rezensionsblog ((Link))leipziglauscht.de. Außerdem konzipierte und koordinierte sie wissenschaftliche Projekte wie die deutsch-polnische Forschungskooperation zur Buchstadt Breslau. Sie arbeitet seit vielen Jahren als Lektorin, kennt aber auch die andere Seite durch eigene Publikationen, bei denen sie selbst Autorin und Herausgeberin war.

1. Wer bist du? Wo kommst du her? Was machst du?

Patricia, 39, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Buchwissenschaft an der Universität Leipzig.

2. Welchen Ratschlag möchtest du den Young Professionals in der Buchbranche mitgeben?

Zwar wenig branchenspezifisch, aber das hilft immer: See the world!

3. Welchen Impuls möchtest du mit deinem Vortrag geben?

Der Wissensstand zum Projektmanagement ist unterschiedlich. Viele fragen sich, ob das nicht jeder sowieso und nebenbei macht; andere denken, das sei Coaching-Hexenwerk. Ich will gern das klassische Projektmanagement in Richtung Lektorats- und Redaktionsalltag abklopfen. Denn im PM-Instrumentarium findet man in der Tat einige nützliche Hilfsmittel, die die Lektoratsarbeit leichter machen, egal ob in größeren Teams oder als Einzelkämpfer. Interessanterweise kann man viel allein schon über sein Selbstverständnis und eine aktive Kommunikation steuern.

4. Warum machst du bei unserem Weiterbildungstag mit?

Die JVM sind eine wunderbare Einrichtung, die ich schon seit ihrer Gründung klasse finde und die viele wichtige Dinge anstößt – günstige und zeitgemäße Weiterbildung eingeschlossen.

5. Was ist der beste Karriereratschlag, den du einmal erhalten hast?

„Unterrichten Sie wissenschaftliches Schreiben!“ Das war mein Einstieg an der Uni, als ich die Studentinnen- gegen die Dozentinnenrolle getauscht habe.

6. Was ist der schlechteste Karriereratschlag, den du einmal erhalten hast?

Als fertige Absolventin ein Praktikum machen. Das hat mir tatsächlich jemand in einem Bewerbungsgespräch gesagt, weil er mich mit Mitte zwanzig zu jung für die ausgeschriebene Stelle fand.

7. Wann/in welcher Situation bist du einmal über deinen Schatten gesprungen?

Wenn man Kinder hat, bekommt man täglich Gelegenheit dazu. Und die nutze ich auch.

8. Wie bildest du dich weiter?

Durch Zeitunglesen, Reisen und immer mal eine neue Sprache lernen.


Vielen Dank für das Interview!

Arbeiten nach der OKR-MethodeEin Bericht aus dem Berufsalltag heißt der Workshop, den Sana Tornow am 16.11.2019 an unserem Weiterbildungstag geben wird.

Sana Tornow bezeichnet sich trotz ihrer thüringischen Wurzeln als echtes Nordlicht – schon seit über 30 Jahren lebt sie im Norden, seit zehn Jahren in Hamburg. Am liebsten kommuniziert sie Geschichten mithilfe von Softwareanwendungen an Menschen jeden Alters. Deshalb studierte sie neben Grafik- und Kommunikationsdesign noch Medieninformatik und absolviert aktuell den Master im Bereich des Digitalen Journalismus. Ihre beruflichen Stationen bei den Verlagen CARLSEN, Oetinger und der W1-Media haben ihr den Weg geebnet für das, was sie heute macht: Product Management für die scoyo Lernwelt, speziell für Klasse 5 bis 7, in Hamburg.

1. Wer bist du? Wo kommst du her? Was machst du?

Ich bin Sana aus Hamburg und Product Owner einer Lernsoftware für PreTeens.

2. Welchen Ratschlag möchtest du den Young Professionals in der Buchbranche mitgeben?

Keinen Ratschlag im eigentlichen Sinne, nur dass Nein-Sagen Stärke und Kompetenz zeigen kann.

3. Welchen Impuls möchtest du mit deinem Vortrag geben?

Aufzeigen einer Methode, die auch für private Ziele denkbar ist.

4. Warum machst du bei unserem Weiterbildungstag mit?

Ich finde den Weiterbildungstag große Klasse und wünschte, es hätte ihn schon vor zehn Jahren bei meinen ersten beruflichen Schritten gegeben.

5. Was ist der beste Karriereratschlag, den du einmal erhalten hast?

Immer wirklich immer auf sein Bauchgefühl zu hören.

6. Was ist der schlechteste Karriereratschlag, den du einmal erhalten hast?

Den Kopf über Bauch und Herz zu setzen. Damit wird man auf lange Sicht nicht glücklich.

7. Wann/in welcher Situation bist du einmal über deinen Schatten gesprungen?

Als ich meinen unbefristeten Arbeitsvertrag für einen Praktikumsplatz gekündigt habe.

8. Wie bildest du dich weiter?

Teenie-Zeitschriften, Newsletter, Branchenveranstaltungen, NerdTalk mit den Kollegen aus der IT und dem Studium natürlich.


Danke für das Interview!

Am 9. Oktober 2019 waren die Jungen Verlagsmenschen Niedersachsen zu Gast bei einer der größten Papierfabriken Deutschlands in Osnabrück. Die Schoeller Technocell GmbH & Co. KG produziert mit 3600 Mitarbeitern an acht weltweiten Standorten Imaging- und Dekorpapiere sowie technische Spezialpapiere und Folien. Mitarbeiter Hans-Georg Wöllmer nahm uns mit auf eine Zeitreise durch die Geschichte des 1895 gegründeten und bereits in vier Generationen geführten Familienunternehmens. Auf der anschließenden Werksbesichtigung lernten wir dann live die einzelnen Schritte der Papierherstellung kennen.

Was macht ein Buch „schön“? Die Stiftung Buchkunst und ihre Bewertungskriterien heißt der Workshop, den Katharina Hesse am 16.11.2019 an unserem Weiterbildungstag geben wird.

Katharina Hesse arbeitet seit 1998 in unterschiedlichen Funktionen mit dem „schönsten“ Produkt der Welt – als Buchhändlerin, als Organisationsleiterin am mediacampus frankfurt und zuletzt als Geschäftsführerin des ausschließlich E-Books verlegenden e-Lectra Verlags. Seit 2013 ist sie die Geschäftsführerin der Stiftung Buchkunst mit Sitz in Frankfurt und Leipzig.

1. Wer sind Sie? Wo kommen Sie her? Was machen Sie?

Katharina Hesse, 45 Jahre alt und aus Hessen, Geschäftsführerin der Stiftung Buchkunst.

2. Welchen Ratschlag möchten Sie den Young Professionals in der Buchbranche mitgeben?

Dass es wichtig ist, sich nicht auf der Tradition und einem Kulturauftrag auszuruhen.

3. Welchen Impuls möchten Sie mit Ihrem Workshop geben?

Ich möchte zeigen, welch große Bedeutung die Gestaltung für die Rezeption und den Genuss eines Buches besitzt.

4. Warum machen Sie bei unserem Weiterbildungstag mit?

Ich möchte möglichst viele Menschen für die Mission der Stiftung Buchkunst gewinnen. Egal ob Jung oder Alt.

5. Was ist der beste Karriereratschlag, den Sie einmal erhalten haben?

„Warum sollten die Dich nicht einstellen?“

6. Was ist der schlechteste Karriereratschlag, den Sie einmal erhalten haben?

„Ich bin mir nicht sicher, ob Sie dafür schon weit genug sind.“

7. Wann/in welcher Situation sind Sie einmal über Ihren Schatten gesprungen?

Ich habe mich von einem Turm an einem Seil in die Tiefe gestürzt – muss man wirklich nicht machen! Beruflich springe ich hingegen ständig über meinen Schatten – und das muss man machen!

8. Wie bilden Sie sich weiter?

Jede Jurysitzung der Stiftung Buchkunst ist eine Weiterbildung für mich. Außerhalb der Stiftung diskutiere ich viel mit BranchenkollegInnen über ganz allgemeine Dinge des Verlegens und Verkaufens.


Vielen Dank für das Interview!

Interaktion: Das Geheimnis erfolgreichen Social-Media-Marketings heißt der Workshop, den Trude Schneider am 16.11.2019 an unserem Weiterbildungstag geben wird.

Trude Schneider ist freiberufliche Literaturwissenschaftlerin und Kreativunternehmerin. Als Gründerin von Literaturpower.de, der ersten deutschsprachigen Plattform für bibliotherapeutische Inhalte, betreibt sie erfolgreich verschiedene digitale Formate der Literaturvermittlung und Leseförderung auf Social Media. 2019 wurde sie mit ihren Formaten für den Young Excellence Award nominiert. Dank ihrem Studium der Philosophie, Romanistik und Pädagogik, mehreren Auslandsaufenthalten und jahrelanger Berufserfahrung im Bildungswesen erkennt sie die digitalen Potenziale der Buchbranche und vermittelt diese mit Kompetenz und Leidenschaft.

1. Wer bist du? Wo kommst du her? Was machst du?

Trude, 32 Jahre alt und Kreativunternehmerin: 2018 habe ich Literaturpower gegründet.

2. Welchen Ratschlag möchtest du den Young Professionals in der Buchbranche mitgeben?

Mut zu Fehlern, Mut zu sich selbst und Mut zu den eigenen Idealen. Ansonsten bin ich selbst schon immer sehr beeindruckt von den Young Professionals der Branche und lasse mir lieber Ratschläge von ihnen geben.

3. Welchen Impuls möchtest du mit deinem Workshop/Vortrag geben?

Social Media kostet uns viel Zeit und damit auch Geld. Mir ist wichtig zu zeigen, dass nicht nur der Content, also das “Was?” sondern vor allem auch das “Wie?” zählt.

4. Warum machst du bei unserem Weiterbildungstag mit?

Für mich sind die Jungen Verlagsmenschen seit Beginn meiner Selbstständigkeit eine fortwährende Quelle an Inspiration. Es freut mich, wenn ich etwas zurückgeben kann.

5. Was ist der beste Karriereratschlag, den du einmal erhalten hast?

“Jeder Mensch hat seinen eigenen Lebensweg.”

6. Was ist der schlechteste Karriereratschlag, den du einmal erhalten hast?

Meine Seminarleiterin im Referendariat an eine Gruppe zukünftiger Lehrerinnen und Lehrer: “Es geht nicht darum, dass Ihnen Ihre Arbeit Spaß macht.”

7. Wann/in welcher Situation bist du einmal über deinen Schatten gesprungen?

Ich habe mir kürzlich ein Hochbett zugelegt, obwohl ich als Kind mal schlafwandelnd aus einem Doppelstockbett gefallen bin.

8. Wie bildest du dich weiter?

Ich liebe MOOCs. Das sind frei zugängliche Online-Kurse. Daneben besuche ich viele Seminare und Meetups und tausche mich mit anderen Gründerinnen und Gründern aus. Fragen und um etwas bitten, sind wichtige Kompetenzen für das was ich mache. Nicht zu vergessen: Tutorials aller Art auf Youtube.


Vielen Dank für das Interview!