Mind the Gap heißt der Workshop, den Jennifer Pauli am 21.11.2020 an unserem Weiterbildungstag geben wird. 


Jennifer Pauli beschäftigt sich als freiberufliche Innovationsberaterin mit agilen Prozessen, Methoden und Tools zur nutzerzentrierten Innovationsentwicklung und Innovationskulturförderung in Unternehmen. Sie entwickelt agile Prozesse und Workshopformate für DAX-Konzerne, Mittelstand und Startups. Neue Wege auszuprobieren und Impulse für eine kreativere, selbstbestimmtere Arbeitswelt zu geben, sowie den Arbeitsplatz zu einem besseren und produktiveren Ort zu machen, ist ihre Motivation. Ihr Wissen gibt sie auch gerne an Studierende weiter, z.B. als Dozentin an der Macromedia Hochschule. Sie selbst hat Medien- & Kommunikationswissenschaften, Psychologie und Romanistik studiert und ist ausgebildete Design Thinkerin (d.school – Hasso-Plattner-Institut Potsdam). Als auch zertifiziert als Srum Master, Product Owner, UX & Usability Expert und Lego Serious Play Facilitator. Aktuell studiert sie Sustainability Management (MBA) an der Leuphana Universität in Lüneburg.   

Wer bist du? Wie sieht dein Werdegang aus? Was machst du?

Jennifer Pauli, 33, Freiberufliche Innovationsberaterin & Design Thinking Coach, Berufserfahrung: Gründungsberatung für Startups, Marketing & PR, Aktuelles Studium: MBA Sustainability Management, Studienabschluss: Kommunikation, Psychologie, Romanistik

Wie würdest du Freunden „New Work“ in 1-2 Sätzen beschreiben?

Die Emanzipation der Arbeitnehmer:innen. Den Mut sich seinen Arbeitsplatz selbst zu gestalten und im Unternehmen nicht nur angestellt zu sein, sondern aktiv mitzugestalten. 

Was gewinnt man, wenn man sich mit „New Work“ auseinandersetzt?/ Was verpasst man, wenn man sich nicht mit „New Work“ beschäftigt?

Gewinn: neue Zielgruppen auf dem Arbeitsmarkt ansprechen und motivierte Fachkräfte für sich gewinnen, herausfinden was für einen selbst wirklich ein erfüllender Arbeitsplatz ist, Impulse für eine bessere Zusammenarbeit und neue Möglichkeiten der Arbeitsplatzgestaltung

Verpassen: all das, was man eben nicht gewinnt 

Weshalb hast du dich für dieses Thema so sehr begeistert? Gab es eine besondere Motivation oder ausschlaggebende Momente?

Seitdem ich mit Design Thinking arbeite, möchte ich dieses Mindset auch genauso in meinem Arbeitsalltag leben. Die Möglichkeiten, Dinge auszuprobieren, mich weiterzuentwickeln und für meine Arbeit selbst verantwortlich zu sein, ist meine tägliche Motivation. Das kann ich mir gar nicht mehr anders vorstellen.

Welche Botschaft möchtest du mit deinem Workshop/Vortrag vermitteln? 

Veränderung im Unternehmen ist immer eine Teamleistung. Es reicht nicht, einfach nur neue Methoden einzuführen, es muss auch ein entsprechendes Umdenken stattfinden.

Welchen Ratschlag möchtest du den Young Professionals in der Buch- und Medienbranche mitgeben? 

Was soll schief gehen? Nur Mut, Neues auszuprobieren. 

Wie bildest du dich weiter? 

Fachbücher, Summer Schools für Professionals, berufsbegleitendes Studium, neue Methoden lernen, Austausch mit Anderen


Vielen Dank für das Interview!

Nachhaltige Buchproduktion heißt der Impulsvortrag von Charlotte Stiefel, den sie beim Weiterbildungstag am 21.11.2020 geben wird.

Charlotte Stiefel ist Gründerin und Verlegerin des neunmalklug verlags. Für ihre kleine Nichte suchte sie ein Bilderbuch, dass ohne Bedenken auch einmal im Mund landen durfte. Sie konnte jedoch keinen Verlag finden, der ihre Ansprüche an ein sauberes, giftfreies und wirklich nachhaltig produziertes Buch erfüllte.
Daraufhin gründete sie 2014 den ersten Kinderbuchverlag, der ausschließlich Cradle to Cradle-zertifizierte Bilderbücher verlegt. 2015 produzierte sie die weltweit ersten C2C-zertifizierten Pappbilderbücher.
Seit 2017 leitet sie den Verlag zusammen mit Sarah Roller, die auch Autorin einiger Bücher ist. Kennengelernt haben sich die zwei Mütter im Verlagsstudiengang Mediapublishing.

Wer bist du? Wie sieht dein Werdegang aus? Was machst du? 

Charlotte, 34, Gründerin und Verlegerin des neunmalklug verlags

Wie würdest du Freunden „New Work“ in 1-2 Sätzen beschreiben?

Flexiblere Arbeitszeiten, Jobsharing, Homeoffice, Gemeinschaftsflächen zum Arbeiten und Austauschen, das Aufbrechen von alten Strukturen … Das alles bezeichnet man als „New Work“. Die Arbeit wird dadurch für Mitarbeiter sinnstiftender und zielorientierter.

Was gewinnt man, wenn man sich mit „New Work“ auseinandersetzt?/ Was verpasst man, wenn man sich nicht mit „New Work“ beschäftigt?

Mehr Freiräume, Selbständigkeit und die Möglichkeit sich kreativ zu entfalten.

Weshalb hast du dich für dieses Thema so sehr begeistert? Gab es eine besondere Motivation oder ausschlaggebende Momente?

Ehrlich gesagt, habe ich mich nie bewusst mit diesem Begriff auseinandergesetzt. Als Start-Up waren Homeoffice, Coworking, Design Thinking, Agiles Arbeiten etc. für mich normal. Und mit zwei Kindern könnte ich es mir auch nicht mehr anders vorstellen.

Gibt es einen Aspekt, in welchem der Begriff „New Work“ benutzt wird, obwohl es eigentlich nicht „New Work“ ist?

Ich finde, der Begriff lässt sich beliebig ausdehnen. 

Welche Botschaft möchtest du mit deinem Workshop/Vortrag vermitteln? 

Bücher sind wertvoll und das sollten sie auch für die Umwelt sein. 

Welchen Ratschlag möchtest du den Young Professionals in der Buch- und Medienbranche mitgeben? 

Die Buchbranche ist in vielen Dingen etwas langsam. Seid mutig und versucht verrückte Dinge, auch wenn es noch zu früh dafür scheint.

Wie bildest du dich weiter? 

Vorwiegend durch diverse Onlinekurse, Webinare und viel Literatur. 


Vielen Dank für das Interview!

von Stefan Katzenbach

Kristof Magnusson gibt in seinem Roman Ein Mann der Kunst (Verlag Antje Kunstmann) literarische Einblicke in den Kunstbetrieb und lässt dabei fiktive auf reale Welten prallen. Wesentlich ist dabei der Perspektivwechsel, den Kunst ermöglicht.

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von Stefan Katzenbach

Im Rahmen des Weltempfangs der Frankfurter Buchmesse 2020 diskutierten Hartmut Rosa und Bruno Latour am 18. Oktober 2020 über die Folgen der Corona-Pandemie für die Gesellschaft. Beide waren sich einig, dass es in einer Post-Corona-Zeit keine Rückkehr zum Zustand vor Corona geben sollte.

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Fragen an die Personalabteilung:

Welche Herausforderungen sehen Sie durch die Corona-Pandemie für die Gewährleistung einer fundierten Ausbildung gegeben?

Bisher konnten wir die Herausforderungen gering halten, da wir auf eine sehr gute digitale Ausstattung zurückgreifen können. Die Umstellung, Meetings und Absprachen größtenteils digital zu veranstalten, verlief reibungslos. Natürlich muss aktiv darauf geachtet werden, dass der Austausch auch in Zeiten von Home Office aufrecht erhalten wird. Da wir die Büros jedoch wieder mit ca. der Hälfte der Mitarbeiter:innen besetzen, ist gewährleistet, dass niemand zu 100% von daheim aus arbeiten muss. So kommt auch der persönliche Austausch mit unseren Volontär:innen nicht zu kurz.

Wie wollen Sie zukünftig die Qualität Ihrer Volontariate aufrechterhalten und weiterentwickeln?

Natürlich entwickeln wir das Konzept unseres Volontariatsprogramms ständig weiter und passen es an Veränderungen an. Unsere Seminarangebote für Volontär:innen werden regelmäßig auf Aktualität geprüft und ggf. angepasst. Die Volontär:innen sind dazu angehalten Verbesserungsvorschläge einzubringen, die wir dann versuchen umzusetzen. Auch in den Abteilungen werden z. B. Einarbeitungspläne ständig konkretisiert und Wissensdatenbanken wie „How-to-Volontär“ immer aktuell gehalten und mit dem neu erworbenen Wissen der Volontär:innen befüllt. Dies dient den Volontär:innen als Nachschlagewerk, sodass Sie sich schnell in unbekannten Themenfeldern zurecht finden können.

Beantwortet von Michelle Thoma (Human Resources).

Fragen an die Volontär:innen:

Welche Kriterien sind Ihnen im Arbeitsalltag für die Definition eines „ausgezeichneten Volontariats“ am wichtigsten?

Ich finde es wichtig, als Volontär:in eingehend und ausführlich in das entsprechende Berufsfeld mit all seinen Aufgaben eingewiesen zu werden. Dazu zählt auch, dass man nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch praktische Erfahrung sammelt, indem man eigenständig Aufgaben und Projekte übernimmt und durchführt. Mir persönlich ist dabei auch eine offene Arbeitsatmosphäre und Kommunikation mit den Kolleg:innen wichtig. Damit man bei Fragen und Problemen direkt Ansprechpartner:innen hat, auf die man jederzeit zugehen kann.

Neben den sehr guten Arbeitsbedingungen bietet die Ravensburger AG Ihren Mitarbeiter:innen auch ein umfassendes Freizeitangebot – vom Spieleabend „Brot & Spiele“, über ein vielseitiges Sportprogramm bis hin zu regelmäßigen After-Work-Partys. Was halten Sie von diesem zusätzlichen Angebot und wie fördern diese Maßnahmen auch die Zugehörigkeit zum Unternehmen? Können andere Unternehmen hiervon lernen?

Natürlich mussten die organisierten Freizeitaktivitäten in diesem Jahr durch Corona aus Sicherheits- und Hygienegründen weitestgehend eingestellt werden. Zuvor gab es jedoch regelmäßig Spieleabende und einige After-Work-Partys. Das war insofern schön, als dass man auch Kolleg:innen aus anderen Abteilungen kennenlernen konnte. Momentan gibt es allerdings auch einige Freizeitangebote, die weitestgehend über Online-Dienste angeboten werden, z. B. Sportkurse oder den Mitarbeiter-Stammtisch, bei dem besonders neue Mitarbeiter:innen des Unternehmens direkt Anschluss finden können.

Ravensburg ist entgegen vieler Verlagsmetropolen ein eher kleines Städtchen. Was macht Ravensburg als Standort für den Branchennachwuchs interessant?

Ravensburg ist zwar keine Metropole, dafür ist die Nähe zur Natur unschlagbar. Allem voran natürlich der Bodensee, zu dem man auch problemlos mit dem Fahrrad fahren kann. Der See mit dem Alpenpanorama ist wunderschön, das ist jedes Mal pures Urlaubsfeeling. Und im Winter kann man in den Alpen Ski fahren. In der Stadt gibt es viele kleine Cafés und Bars, in die man sich nach Feierabend setzen und etwas trinken kann.

Beantwortet von einer Volontärin im Bereich Redaktion.