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Der gescheiterte Virtuose
Philipp Schönthaler Schönthaler folgt der Einladung von Hubert Winkels nach Klagenfurt. Er liest seine für den Wettbewerb konzipierte neoromantische Virtuosen-Novelle „Ein Lied in allen Dingen“. Der Protagonist, der Querflötenspieler Niklas Metnev gerät auf seine Welttournee in einen Kafkaesken Todesapparat (Juri Steiner). Die minutiöse Beschreibung der technischen Details, etwa der SAP-Arena in Mannheim, die zirkelartig Anfang und Ende der Novelle markiert, lässt keine Lücke für den freien Willen des Protagonisten zu.
Auf Sprachreise mit Zé do Rock
Zé do Rock© Sabrina Jaehn In Hawaiihemd und Turnschuhen wirkt Zé do Rock wie gestrandet im Azurblau des ORF-Studios – nur eine weitere Station auf seiner Weltreise. Erst langsam findet er sich ein, in seine Rolle als Wettleser in Klagenfurt. Je länger er liest, umso stärker zieht er das Publikum in seinen Bann. Mit dem Text als Vehikel begeben wir uns auf die Reise. Zé do Rock sitzt hinterm Steuer und nimmt uns mit an die Ränder des
Und erlöse uns vom Fernsehen
Katja Petrowskaja© Johannes Puchwww.johannespuch.at Wie ein Ausnahmetext die Zwänge des visuellen Mediums sprengt Nervös betritt die Autorin Katja Petrowskaja an diesem Freitag die Bühne. Im Gegensatz zu ihren Vorgängern trägt sie ihren Text stehend vor. Dieser ist geschichtsträchtig, ihr Vortrag ruhig und dem Thema angemessen. Die Erzählerinstanz berichtet in der Geschichte vom Schicksal der jüdischen Großmutter in der ehemaligen Sowjetunion zur Zeit des Zweiten Weltkriegs. „Lasse der Herrgott Dich so viel wissen, wie ich nicht weiß, sagte Babuschka
Ein Eis, ein Tampon und viel Lob
Benjamin Maack Benjamin Maack überzeugt am dritten Tag in Klagenfurt Ein junger Mann im Karohemd sitzt alleine auf einem Spielplatz, in der Hand ein riesiges Eis in allen Sorten, und bittet das Publikum darum, ihn durch seinen Anruf zu unterstützen. So leitet das Videoportrait Benjamin Maacks Auftritt beim Bachmann Preis ein und sorgt auf Seiten des Publikums und der Jury schon für die ersten Lacher.
Die Reporter 2013
Studenten der Uni Duisburg-Essen berichten live von den Bachmann-Tagen 2013.© Ursula Renner-Henke Wir mit Moderator Ankowitsch im Landesstudio Kärnten Das Wettlesen ist beendet. Drei Tage Mitfiebern im Studio, Cafe und Garten des ORF liegen hinter uns. Jeder hatte sich vor der Reise mit einem Autor intensiv beschäftigt, es wurden Bücher gewälzt und Porträts geschrieben. In Klagenfurt fanden wir uns schnell in einer ähnlichen Situation wie die echten Jury-Mitglieder wieder, die die von ihnen eingeladenen Autoren verteidigen mussten. Hat
Eine Geschenkbox, die nicht richtig Lust macht, sie zu öffnen
ORF-Studio Klagenfurt© Katharina Tummes Das Bühnenbild des ORF-Studios, in dem der Bachmannpreis ausgetragen wird, steht ganz sicher im Hintergrund, aber es ist auch der unübersehbare Hintergrund. „BOXES“ heißt es in diesem Jahr. Schachteln werden sowohl grafisch aufgegriffen und sind auch als Objekte im Studio wiederzufinden. Ob es aber eine Geschenkbox ist, die man mit Vorfreude begierig aufreißt? Nein! Es sind Versandkartons, wie man sie bekommt, wenn man online ein Paket bestellt.
Meyerhoff markiert Machtanspruch
Joachim Meyerhoff© Katharina Tummes Schon bevor Joachim Meyerhoff die Bühne des Klagenfurter Wettlesens betritt, ist klar, wer der Starperfomer unter den eingeladenen Autoren ist. Der Theaterdarsteller zieht nicht nur Publikum in das Wiener Burgtheaters, sondern sorgt auch als Autor in Klagenfurt dafür, dass die Zuschauer in das Studio des ORF pilgern. Schon vor der Lesung wird vom Moderator angekündigt, dass Meyerhoff sich vorbehält, abschließend etwas zu sagen.






