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von Jonas Frankenreiter

Gleich an mehreren Tagen wurden auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse nicht nur Bücher sondern auch Studiengänge vorgestellt. Zwischen den Lesungen und Diskussionsveranstaltungen konnte man sich bei dem Stand „Studium rund ums Buch“ über Ausbildungsmöglichkeiten in der Buch- und Verlagsbrache informieren.

Das Format ist einfach und doch aufschlussreich. Studierende aus verschiedenen Fächern rund um das Medium Buch berichten in einer gemeinsamen Runde aus ihren jeweiligen Studiengängen und von ihren Universitätsstädten. Die Moderation spann entlang bestimmter, wiederkehrender Fragen einen roten Faden durch das Gespräch: Was macht ihr in eurem Studium? Wodurch zeichnet es sich aus? Was bieten eure Städte? Und was für Arbeitsmöglichkeiten gibt es später?

Auf den Sesseln der Messe trafen junge Menschen aus der ganzen Republik aufeinander und erzählten. Es ging einerseits um akademische Besonderheiten, wie die Dauer von 7 Semestern bei „Buch und Medienproduktion“, die Schwerpunkte Journalistik, Pädagogik und Kommunikation bei den „Kommunikations- und Medienwissenschaften“, die Teilbereiche Käuferforschung und Medienrecht in der „Buchwissenschaft“ und die Kreativität und kleine Gruppengröße im „Mediapublishing“. Andererseits wurde nicht vergessen vom Studierendenleben zu schwärmen und beispielsweise die Clubszene Leipzigs, die Verlagsnähe und Studierendeninitiativen in Stuttgart, die Berge um München und das Weinfrühstück in Mainz hervorgehoben.

Von Erlangen bis ins Rheinland, überall lernt man gleichermaßen, ein Buch mitzugestalten. Dass wurde am Ende einer jeden Diskussion anhand des fertigen Produkts nochmals verbildlicht. Wer macht was am Buch? Von der Herstellung über die Gestaltung, bis zur Katalogisierung des Buchs und seiner gesellschaftlichen Relevanz und dessen Vermarktung kamen alle zu Wort.

Als Ergänzung hier eine kleine Übersicht der (in einer Runde) besprochenen Studiengänge. Weitere Information findet man auf den Websites der jeweiligen Universitäten.

Buchhandel/Verlagswirtschaft (HTWK Leipzig)

Buch und Medienproduktion (HTWK Leipzig)

Kommunikations- und Medienwissenschaften (Uni Leipzig)

Buchwissenschaft (JGU Mainz)

Mediapublishing (Hochschule der Medien Stuttgart)


Ein Problem das wohl jeder Studierende kennt, ist Zeitmangel. Kaum hat das Semester begonnen, wird man schon wieder mit Referatsterminen und Abgabefristen überhäuft und viele sehnen sich bereits nach den nächsten Semesterferien. Ähnlich erging es auch Dr. Martin Krengel. Während seines Psychologiestudiums kam auch er an einen Punkt, an dem er sich überfordert fühlte und unter dem Zeitmangel litt. Er setzte sich selbst viel mit dem Thema Zeitmanagement auseinander und schaffte es so den Ansprüchen des Studiums leichter gerecht zu werden. Auf der Frankfurter Buchmesse erzählte er von seinem Weg zum erfolgreichen Autoren und Self-Publisher.

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Die Hochschule der Medien (HDM) in Stuttgart bietet den Studiengang Mediapublishing an. Um den Studierenden Einblicke in ihr zukünftiges Berufsfeld zu bieten, kamen JVM und HDM zusammen. Am 06. April 2017 trafen wir uns im Restaurant „Rote Kapelle“ – und nach einer gemütlichen Kennenlernrunde mit Tapas und Drinks starteten die Roundtable-Gespräche. Berufstätige JVMler gaben in einem Speedmeeting Einblicke in ihren Berufsalltag:

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In einem Artikel von ZEIT-ONLINE vom 08.11.2016 konnte man folgende Einschätzung zur Arbeitsmarktlage von Geisteswissenschaftlern lesen:

„Beispiel Absolventenjahrgang 2005: Nach einem Jahr hatten etwa 90 Prozent der Informatiker und Maschinenbauer und 70 Prozent der Ökonomen, aber nur rund 40 Prozent der Geisteswissenschaftler einen regulären Job. Geisteswissenschaftler fühlen sich zudem überdurchschnittlich häufig unterfordert und verdienen auch schon zu Beginn weniger als ihre ehemaligen Kommilitonen.“.„Die Studiengänge am Institut für Buchwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz bereiten die Studierenden auf einschlägige Berufssparten in der Verlags- und Buchhandelsbranche sowie in anderen Medienberufen und Kulturinstitutionen vor“[i]

Aus diesem ernüchternden und wenig hoffnungsvollen Grunde also lud man von der Universität Mainz und der HTWK Leipzig aus ein, auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse mit drei teils ehemaligen Studierenden der Buchwissenschaften über diese Frage zu diskutieren und ein optimistischeres Bild der Öffentlichkeit entgegenzuhalten: Weiterlesen