JVM meet ist eine Beitragsreihe, die von unserem Presseteam befüllt wird. Sie machen beispielsweise Interviews mit verschiedenen Akteuren aus der Buch- und Medienbranche und befragen Sie zu ihrem Werdegang oder nach Tipps für den Berufseinstieg. Dazu gibt es auch Gastbeiträge.

Ulrich Richter, 54, ist Vertriebsleiter bei Diogenes.

 

Mit Blick auf den eigenen Werdegang: Stand für Sie bereits früh fest, dass Sie in der Buchbranche arbeiten möchten?

Ja, in den letzten drei Schuljahren vor dem Abitur kristallisierte sich das heraus. Ich hatte mehrere Bibliotheksausweise, kannte jede Buchhandlung im Umkreis und habe das meiste Geld in Bücher investiert. Weiterlesen

© privat„Probiert euch aus und lernt aus euren Fehlern. Fehler darf man machen, nur wer nichts daraus lernt, ist eigentlich der Dumme am Ende.“

Trudy Stange-Motzkau (60) ist Programmleiterin MA (mass market) und stellvertretende Verlagsleiterin des Nelson Verlags bei Carlsen.
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Frank Engelhardt © Beltz

Frank Engelhardt © Beltz

Frank Engelhardt (42) ist Verlagsleiter von Beltz Juventa und Pädagogik.

Larissa Schönknecht hat ihn für uns interviewt und nach seinem Werdegang sowie Ratschlägen für den Branchennachwuchs gefragt.

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Imke Folkerts

Imke Folkerts

JVM meet: Imke Folkerts

Kinder  = „eine gefährliche Situation“?

Vor einigen Tagen las ich in dem Magazin „brand eins“ in einem Artikel von einer Frau, die sich wegen ihres Kindes gegen einen Karriereschritt entschieden hatte, dass dies „eine gefährliche Situation“ sei, „in vielen Unternehmen würde eine solche Absage einen Karriereknick oder gar das Ende bedeuten“. Das brachte mich zum Nachdenken und ich überlegte, wie ich dies in meinen dreißig Jahren in der Buchbranche erlebt habe. Ich selber habe keine Kinder, und wenn ich an meine Kolleginnen – sowohl in Buchhandlungen als auch Verlagen – zurückdenke, fallen mir spontan nur 2-3 ein, die Kinder haben. Und dies in einer  Branche mit einem hohen Frauenanteil und unabhängig von der Position im Unternehmen. Unausgesprochen gab es da die Gleichung berufstätig = kinderlos, was mir lange nicht einmal bewusst war. Weiterlesen

Julia Wagner

Julia Wagner

JVM meet : Julia Wagner

Ich fragte mich: „Wie wird man Lektorin?“

Ich wollte schon immer einen Job machen, bei dem Bücher und Texte im Mittelpunkt stehen – selbst schreiben wollte ich aber nie: Ich wollte Lektorin werden. Am liebsten die Lektorin von Charlotte Link (weil das damals meine Lieblingsautorin war).  Was ein Lektor ganz genau macht, wusste ich nicht, aber in meinem Schülerpraktikum im Lektorat der Stiftung Warentest hatte die Programmleiterin gesagt, dass es die Hauptaufgabe eines Lektor sei, das Beste aus einem Text herauszuholen. Und genau darauf hatte ich Lust.

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Sophie Schmidt

Sophie Schmidt

JVM meet: Sophie Schmidt

Unglaublich viele 1,0-Masterabsolventen, Lektoratspraktikanten, ausgebildete Buchhändler und PR-Werkstundenten bewerben sich monatlich bei uns, um, in ihren Worten, „etwas Digitalluft zu schnuppern“. Nun, das ist löblich. Leider unterscheiden sich die zahlreichen Lebensläufe nur minimal. Vor kurzem klagte ein US-Kollege auf LinkedIn, dass die sogenannten Young Professionals zu ähnlich seien, zu austauschbar. Der Ruf nach nicht geradlinigen Lebensläufen wird lauter, nach Kandidaten, die sich eben von der Masse abheben. Und ich stelle mir immer häufiger die Frage: Wo wollen sie eigentlich hin, all diese topausgebildeten, ambitionierten Nachwuchskräfte?

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