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von Carina Harter

Wie kann man eine langfristige Karriere in einer Wirtschaft gestalten, die sich im ständigen Wandel befindet? Wie finde ich ein Unternehmen, das zu mir passt, und nicht nur heute, sondern auch in Zukunft modernen Entwicklungen gewachsen ist?

Diese Fragen beantwortete Torsten Bittlingmaier am Messesamstag auf der Academic & Business Information Stage der Frakfurter Buchmesse.

Als Berater in Sachen Management Development war Torsten Bittlingmaier lange im Bereich der Personalarbeit für diverse Großkonzerne tätig. Heute ist er mit dem Unternehmen TalentManagers selbstständig. Er berät Firmen bei der Führungskräfteentwicklung, gibt aber auch Karriereberatung für Privatpersonen, die sich beruflich umorientieren, oder neu in die Berufswelt einsteigen.

Worauf sollte bei einer Bewerbung geachtete werden?

Der erste Schritt, um erfolgreich in die Karriere zu starten, müsste nach Bittlingmaier sein, sich der einzigartigen Qualitäten, die man in ein Unternehmen einbringen kann, bewusst zu machen. Welche Stärken und auch welche Leidenschaft man für den angestrebten Beruf besitze, die einen von der Konkurrenz abheben. Diese Fähigkeiten sollten bei einer Bewerbung klar aus Anschreiben und Lebenslauf hervorgehen und im Vorstellungsgespräch – auch auf Eigeninitiative – selbstbewusst kommuniziert werden.

Was ein Unternehmen seinen Mitarbeiter*innen bieten kann, wäre ebenfalls wichtig. Die Anforderungen des Marktes unterliegen immer stärker Wandlungsprozessen, die Unberechenbarkeit nehme stetig zu. Bittlingmaier spricht hier von Disruption. Umso wichtiger wäre die Beobachtung, ob ein Unternehmen diesem ständigen Wandel gewachsen sei. Um die eigene Karriere langfristig zu gestalten, empfahl Bittlingmaier, ein Unternehmen zu wählen, das diesen Veränderungen flexibel entgegentreten kann. Auf dem neuesten Stand bleiben und die „Employability sichern“ – das wäre gefragt!

Worauf gilt es bei einem Unternehmen zu achten?

Für welche Art von Unternehmen möchte man arbeiten? Bevorzugt man ein Unternehmen, dass stark hierarchisch strukturiert ist, oder ein Unternehmen, das freies, selbstorganisiertes Arbeiten fördert? Bittlingmaier empfahl Unternehmen, die in der Lage wären, beide Modelle miteinander zu vereinen: Freiheiten und eine geregelte Organisation mit klaren Ansprechpartner*innen gleichermaßen. Ob ein Unternehmen den eigenen Ansprüchen auf Dauer entsprechen könnte, sollte auch nach einer Einstellung regelmäßig evaluiert werden. Bittlingmaier nannte hierfür einige wichtige Punkte:

1. Keine „homosoziale Reproduktion“ in Unternehmen. Gemeint ist damit das Einstellen des immer gleichen Bewerbertypus. Vielfältigkeit und Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten wären stattdessen der Schlüssel zum Erfolg. Als Bewerber*in sollte man das wissen und beachten.

2. Vernetzung. Laut einer Studie von IBM, die Bittlingmaier anführte, wären Kontakte der wichtigste Faktor, der eine erfolgreiche Karriere bestimme. Unternehmen müssten die Strukturen bieten, dass seine Mitarbeiter*innen sich gut vernetzen und ihnen möglichst viele Kontakte verschaffe.


Artikel verfasst von Carina Harter im Rahmen der JVM-MessereporterInnen in Kooperation mit der Frankfurter Buchmesse.

Was gehört in Anschreiben und Lebenslauf, wie bereite ich mich auf ein Vorstellungsgespräch vor und welche Chancen haben Initiativbewerbungen? Personalleiterinnen von Verlagen und Buchhandlungen geben Tipps aus erster Hand.

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Pressemitteilung des Junge Verlagsmenschen e.V.

Das neue Gütesiegel für Volontariate in der Buchbranche

Der Junge Verlagsmenschen e.V. (JVM) stellt auf der Leipziger Buchmesse in diesem Jahr erstmalig ein Gütesiegel für Volontariate vor. Mit dem Siegel werden in Zukunft Buchverlage ausgezeichnet, die mit ihren Volontariaten einen hohen Ausbildungsstandard erfüllen und sich damit aktiv für die Förderung des Bran-chennachwuchses einsetzen. Zugleich soll das Siegel Orientierung für Absolvent/innen bei der Bewerbung bieten.
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In einem Artikel von ZEIT-ONLINE vom 08.11.2016 konnte man folgende Einschätzung zur Arbeitsmarktlage von Geisteswissenschaftlern lesen:

„Beispiel Absolventenjahrgang 2005: Nach einem Jahr hatten etwa 90 Prozent der Informatiker und Maschinenbauer und 70 Prozent der Ökonomen, aber nur rund 40 Prozent der Geisteswissenschaftler einen regulären Job. Geisteswissenschaftler fühlen sich zudem überdurchschnittlich häufig unterfordert und verdienen auch schon zu Beginn weniger als ihre ehemaligen Kommilitonen.“.„Die Studiengänge am Institut für Buchwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz bereiten die Studierenden auf einschlägige Berufssparten in der Verlags- und Buchhandelsbranche sowie in anderen Medienberufen und Kulturinstitutionen vor“[i]

Aus diesem ernüchternden und wenig hoffnungsvollen Grunde also lud man von der Universität Mainz und der HTWK Leipzig aus ein, auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse mit drei teils ehemaligen Studierenden der Buchwissenschaften über diese Frage zu diskutieren und ein optimistischeres Bild der Öffentlichkeit entgegenzuhalten: Weiterlesen