Der Ingeborg-Bachmann-Preis wird seit 1977 jährlich von der Stadt Klagenfurt in Gedenken an die Schriftstellerin Ingeborg Bachmann verliehen. Er ist eine der wichtigsten literarischen Auszeichnungen für deutschsprachige Literatur.

Anknüpfend an die ersten 24 Stunden verlief auch der nächste Tag des 40. Bachmannpreises spannend. Nachdem Julia Wolf, Jan Snela und Isabelle Lehn schon einen vielversprechenden und heiß diskutierten Anfang hinlegten, lasen am Nachmittag Sylvie Schenk und Tomer Gardi. Vor allem letzterer hinterließ einen ganz besonderen Eindruck bei mir. Weiterlesen

Am Mittwochabend wurde der ‚heurige Bewerb‘ um den Bachmannpreis im Klagenfurter ORF Theater eröffnet. In diesem Jahr häufen sich die Jubiläen um die Tage der deutschsprachigen Literatur: 90 Jahre Ingeborg Bachmann, 40 Jahre Bachmannpreis, 20 Jahre Klagenfurter Literaturkurs. Klar, dass ein besonderer Redner für die Klagenfurter Rede zur Literatur, die den Wettbewerb traditionell einleitet, gesucht und gefunden werden musste. Burkhard Spinnen, der bis 2014 als Juryvorsitzender fungierte, gibt also unter dem vielsagenden Titel „Mythos, Schmerz, Erfolg und Amt“ einen umfangreichen Einblick in Fluch und Segen seiner Amtszeit. Anschließend erleben wir live im Studio, wie er zum Ehrenbürger von Klagenfurt wird und sich in das goldene Buch – es ist wirklich golden und sehr, sehr groß –  der Stadt einträgt. Wie es große Jubiläen vorgeben, dauert der Festakt eine ganze Weile und so stürzen wir uns dann bald auf die Kärntner Käsnudeln, die im Garten auf uns warten. Weiterlesen

Mit diesem in der Poetryslamer-Szene wohl gängigen Satz kommentierte Nora Gommringer sichtlich gerührt ihren Sieg. Und so möchte ich meiner Favoritin und Gewinnerin des Bachmannpreises 2015 gratulieren.

  • Bachmannpreis für Nora Gomringer
  • Kelag-Preis für Valerie Fritsch
  • 3sat-Preis für Dana Grigorcea
  • BKS-Publikumspreis für Valerie Fritsch

Insgesamt bleibt der Eindruck, dass in diesem Jahr zu viele gute Texte nicht ausgezeichnet wurden, was aber nicht an der schlechten Wahl der Jury liegt, sondern dass in diesem Jahr eine Vielzahl von nachhaltig beeindruckenden Texten gelesen wurde. Von vielen der AutorInnen wird man sicher noch lesen dürfen!

Katharina Tummes

Bei all den „Events“ rund um den Bachmannpreis vom Wettschwimmen bis zu den Veranstaltungen am Lendhafen kommt man nichts so recht ans Schreiben. Und so sei es mir verziehen, dass ich den letzten Tag der Lesungen noch im Nachgang skizziere, da nämlich – so viel sei verraten – auch eine der Siegerinnen gelesen hat und weitere Texte dabei waren, die es sicher auch verdient haben.

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Die Überschrift zu diesem Artikel ist keine subtile Anspielung auf die Lesungen und den Charakter dieser Veranstaltung, vielmehr handelt es sich um ein Zitat aus dem Text „Esche“ von Monique Schwitter. Auch wenn nicht allen Jurymitgliedern von Anfang an klar war, warum ihnen in diesem Text eigentlich alles gefällt, zeigte man sich doch weitestgehend einhellig begeistert. Es ist ein Text über Dreiecksbeziehung, lauter „Lebensformen, die Weiterlesen

Nicht nur, dass die Frauen in der Überzahl sind, der Trend vom ersten Tag setzt sich fort – gerade die Texte der Männer wurden nicht gut besprochen. In den zweiten Tag startete Peter Truschner für uns mit seiner Kurzgeschichte „RTL-Reptil“, die Hubert Winkels im Bau an ein griechisches Drama erinnerte. Die Hauptfigur steuert dabei auf eine Tat zu, die u. a. aufgrund von Spielschulden unausweichlich scheint. Dabei gefiel Stefan Gmünden, der Truschner einlud, das Psychodrama zwischen den zwei Polen von Allmacht und Ohnmacht. Der Rest der Jury konnte sich Weiterlesen