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Interaktion: Das Geheimnis erfolgreichen Social-Media-Marketings heißt der Workshop, den Trude Schneider am 16.11.2019 an unserem Weiterbildungstag geben wird.

Trude Schneider ist freiberufliche Literaturwissenschaftlerin und Kreativunternehmerin. Als Gründerin von Literaturpower.de, der ersten deutschsprachigen Plattform für bibliotherapeutische Inhalte, betreibt sie erfolgreich verschiedene digitale Formate der Literaturvermittlung und Leseförderung auf Social Media. 2019 wurde sie mit ihren Formaten für den Young Excellence Award nominiert. Dank ihrem Studium der Philosophie, Romanistik und Pädagogik, mehreren Auslandsaufenthalten und jahrelanger Berufserfahrung im Bildungswesen erkennt sie die digitalen Potenziale der Buchbranche und vermittelt diese mit Kompetenz und Leidenschaft.

1. Wer bist du? Wo kommst du her? Was machst du?

Trude, 32 Jahre alt und Kreativunternehmerin: 2018 habe ich Literaturpower gegründet.

2. Welchen Ratschlag möchtest du den Young Professionals in der Buchbranche mitgeben?

Mut zu Fehlern, Mut zu sich selbst und Mut zu den eigenen Idealen. Ansonsten bin ich selbst schon immer sehr beeindruckt von den Young Professionals der Branche und lasse mir lieber Ratschläge von ihnen geben.

3. Welchen Impuls möchtest du mit deinem Workshop/Vortrag geben?

Social Media kostet uns viel Zeit und damit auch Geld. Mir ist wichtig zu zeigen, dass nicht nur der Content, also das “Was?” sondern vor allem auch das “Wie?” zählt.

4. Warum machst du bei unserem Weiterbildungstag mit?

Für mich sind die Jungen Verlagsmenschen seit Beginn meiner Selbstständigkeit eine fortwährende Quelle an Inspiration. Es freut mich, wenn ich etwas zurückgeben kann.

5. Was ist der beste Karriereratschlag, den du einmal erhalten hast?

“Jeder Mensch hat seinen eigenen Lebensweg.”

6. Was ist der schlechteste Karriereratschlag, den du einmal erhalten hast?

Meine Seminarleiterin im Referendariat an eine Gruppe zukünftiger Lehrerinnen und Lehrer: “Es geht nicht darum, dass Ihnen Ihre Arbeit Spaß macht.”

7. Wann/in welcher Situation bist du einmal über deinen Schatten gesprungen?

Ich habe mir kürzlich ein Hochbett zugelegt, obwohl ich als Kind mal schlafwandelnd aus einem Doppelstockbett gefallen bin.

8. Wie bildest du dich weiter?

Ich liebe MOOCs. Das sind frei zugängliche Online-Kurse. Daneben besuche ich viele Seminare und Meetups und tausche mich mit anderen Gründerinnen und Gründern aus. Fragen und um etwas bitten, sind wichtige Kompetenzen für das was ich mache. Nicht zu vergessen: Tutorials aller Art auf Youtube.


Vielen Dank für das Interview!

Zum Hörer greifen, eine Mail schreiben oder doch lieber persönlich treffen? Erfolgreich verhandeln in der Medienbranche” heißt der Workshop, den Anja Henningsmeyer am 16.11.2019 an unserem Weiterbildungstag geben wird.

Anja Henningsmeyer hat sich in vielen Berufen bewährt: Sie war Journalistin, Managerin von Filmfestivals und Inhaberin einer Bildagentur in Hong Kong, wo sie das Verhandeln in all seinen Varianten lernte. Heute leitet sie die hessische Film- und Medienakademie (hFMA), ist ehrenamtliche Richterin am Amtsgericht Frankfurt und gibt als Dozentin bundesweit Seminare für erfolgreiches Verhandeln in Hochschulen und Unternehmen – speziell auch für Frauen. Im März 2019 erschien im Campus Verlag Frankfurt ihr Verhandlungsratgeber „Denn Sie wissen, was Sie tun. Wie Frauen erfolgreich verhandeln”.

1. Wer sind Sie? Wo kommen Sie her? Was machen Sie?

Anja Henningsmeyer, Geschäftsführerin der hessischen Film- und Medienakademie und Dozentin für Verhandeln, Präsentieren, Business-Netzwerken an Hochschulen und in Unternehmen.

2. Welchen Ratschlag möchten Sie den Young Professionals in der Buchbranche mitgeben?

Egal, was Sie machen, schätzen Sie gelingende Kommunikation – also die Verständigung zwischen Menschen – als Ihren Hauptjob ein. Damit bauen Sie stabile Arbeitsbeziehungen auf, und die brauchen Sie, um dahin zu kommen, wo Sie hin möchten.

3. Welchen Impuls möchten Sie mit Ihrem Workshop geben?

Dass es sich lohnt, bewusst und reflektiert mit (beruflichen) Kommunikationssituationen umzugehen. Gerade auch mit schwierigen Situationen, wozu Verhandlungen gehören. Das ist nicht naturgegeben – dazu stehen uns heutzutage zu viele verschiedene Medien zur Verfügung, mit denen wir unsere Botschaften übermitteln können. Es hilft zu wissen, wann wir welche unserer Messages wie verpacken, damit sie gut ankommen und wir nicht versehentlich Missverständnisse erzeugen.

4. Warum machen Sie bei unserem Weiterbildungstag mit?

Weil ich solche Veranstaltungen, die Netzwerken mit Weiterbildungsimpulsen verbinden, wichtig finde. „Life long learning“ erscheint mir wichtiger denn je. Und das Immer-weiter-immer-wieder-neu-Lernen hilft uns dabei, unsere ureigenen Potenziale zu entfalten!

5. Was ist der beste Karriereratschlag, den Sie einmal erhalten haben?

Wenn du um etwas verhandelst, sei weich zum Menschen – aber hart in der Sache. Wer die Emotionen vom Sachverhalt trennen kann, fährt bessere Verhandlungsergebnisse ein, weil er in seinem Gegenüber immer den Verhandlungspartner sehen kann: den Partner in der Sache.

6. Was ist der schlechteste Karriereratschlag, den Sie einmal erhalten haben?

„Du kannst doch deinen festen Job nicht für einen befristeten Vertrag aufgeben!“ (Kann ich nicht nur, muss ich sogar, wenn die neue Tätigkeit mir mehr Potenzialentfaltung verspricht!)

7. Wann/in welcher Situation sind Sie einmal über Ihren Schatten gesprungen (muss nichts Berufliches sein)

Vor vielen Jahren einen fetten fünfstelligen Betrag für eine Fortbildung auszugeben. Aber da meine Neugier auf Neues und Unbekanntes generell groß ist, war mein Schatten recht kurz, und ich brauchte nicht weit zu springen. 😉

8. Wie bilden Sie sich weiter?

1. Durch Hinschauen, Hinhören und Auswerten von dem, was das Leben mir so an Situationen bietet.

2. Durch Vorträge, Workshops und Fachliteratur von Profis. Gerne besuche ich zum Beispiel die Vorträge zu Hirnforschungsthemen, die die Hertie-Stiftung in Frankfurt am Main veranstaltet.

3. Durch meine Seminare, die ja immer dialogisch verlaufen und den Austausch von Erfahrungen zwischen den TeilnehmerInnen und mir beinhalten!


Vielen Dank für das Interview!

Sind das Daten oder kann das weg? Wie man Ordnung in das tägliche Mail- und Datenchaos bringt” heißt der Workshop, den Paul Gilius am 16.11.2019 an unserem Weiterbildungstag geben wird.

Paul Gilius ist gelernter Sortimentsbuchhändler, studierter Mediapublisher, aktiver Cross-Media-Hersteller und sieht sich selbst als Datenjongleur. Nach dem Studium arbeitete er als Verlagshersteller bei S. Fischer und ist aktuell bei der pagina GmbH tätig, wo er u. a. für das Daten- und Projektmanagement verantwortlich ist. Wir haben Paul vorab zum Interview getroffen.

1. Wer sind Sie? Wo kommen Sie her? Was machen Sie?

Paul, Tübingen, Cross-Media-Hersteller und Chaosverwalter.

2. Welchen Ratschlag möchten Sie den Young Professionals in der Buchbranche mitgeben?

Man sollte nicht nur aus den eigenen Fehlern lernen.

3. Welchen Impuls möchten Sie mit Ihrem Workshop/Vortrag geben?

Ich möchte ein Bewusstsein für die kritische Bedeutung von ordentlich geführten Wissens- und Datensystemen schaffen.

4. Warum machen Sie bei unserem Weiterbildungstag mit?

Ich möchte mein Wissen mit dem Nachwuchs teilen und Impulse geben.

5. Was ist der beste Karriereratschlag, den Sie einmal erhalten haben?

„Nach dem Zeugnis fragt dich später keine Sau mehr.“

6. Was ist der schlechteste Karriereratschlag, den Sie einmal erhalten haben?

Mir fällt keiner ein.

7. Wann/in welcher Situation sind Sie einmal über Ihren Schatten gesprungen (muss nichts Berufliches sein)

Beim Ansprechen von Diskrepanzen.

8. Wie bilden Sie sich weiter?

Autodidaktisch. Durch kritisches Mitdenken im laufenden Betrieb und in der Freizeit durch Gespräche mit anderen, durch freie Schulungen und durch Bücherwissen.


Vielen Dank für das Interview!

Zum zweiten Mal vergaben die Jungen Verlagsmenschen auf der Leipziger Buchmesse das Gütesiegel für Volontariate. „Ausgezeichnet! Gütesiegelträger im Gespräch“ mit dem zweiten Preisträger Hogrefe. Was Hogrefe als guten Arbeitgeber ausmacht und worauf das Unternehmen besonders Wert legt, lest ihr in diesem Interview.

Fragen an die Personalabteilung:

Weshalb ist es Ihnen wichtig, gute Volontariate anzubieten?

Wir möchten über die Volontariate junge Fachkräfte gewinnen, sie in den spezifischen Abläufen in unserem Verlag ausbilden und langfristig als Mitarbeiter binden. Dies kann nur gelingen, wenn die Volontäre mit ihrer Ausbildung beim Hogrefe Verlag zufrieden sind und sich bei uns wohlfühlen.
Uns ist es deshalb wichtig, unsere Volontäre angemessen zu fördern, sie gerecht zu entlohnen und wertschätzend in die jeweilige Abteilung zu integrieren.

Was ist das Besondere an Ihrem Verlag bzw. an Ihren Volontariaten?

In unserem Buch- und Testlektorat arbeiten ausschließlich MitarbeiterInnen mit einem psychologischen Abschluss. Viele von ihnen haben den Weg ins Lektorat über ein Volontariat gefunden. Nach dem Studium verfügen die Studenten zwar über das nötige psychologische Fachwissen, der Bezug zum Verlagswesen und der Lektoratsarbeit fehlt allerdings noch. Ein Volontariat beim Hogrefe Verlag ist deshalb ein möglicher Weg, als Psychologe den Einstieg ins Berufsleben zu schaffen.

Haben Sie eine Empfehlung an Unternehmen, die sich ebenfalls für das Gütesiegel bewerben wollen?

Wir möchten anderen Unternehmen empfehlen, den Fragebogen einfach auszufüllen und die Bewerbung abzusenden. Falls noch nicht alle Bedingungen erfüllt sein sollten, kann man die Rückmeldungen der Jungen Verlagsmenschen nutzen, um sich zu verbessern und sich nach der Umsetzung jederzeit wieder zu bewerben. Es gibt also nichts zu verlieren!

Beantwortet von Mariele Walter (Leitung Personalabteilung) und Carolin Reintke (Ausbildungskoordinatorin)

Fragen an den/die Volontär/in:

Woran merkst du, dass bei Hogrefe Wert auf ein gutes Volontariat gelegt wird?

Hogrefe bietet den Volontären eine weitgefächerte Ausbildung an, die über die Grenzen der eigenen Abteilung hinaus geht. Man kann in anderen Abteilungen hospitieren und deren Aufgabenbereiche kennenlernen. Außerdem gibt es einen gut strukturierten Ausbildungsplan und Hogrefe ermöglicht Volontären den Besuch von Fachmessen (z. B. Frankfurter & Leipziger Buchmesse). Der Verlag gibt den Volontären auch die Möglichkeit sich extern weiterzubilden (z. B. Teilnahme an Seminare der Akademie der deutschen Medien). Zudem hat man das Gefühl, dass Hogrefe ein Interesse daran hat die Volontäre zu behalten – man ist nicht nur ein „Lückenfüller“. Zudem stehen erfahrene Kolleginnen und Kollegen als Mentoren zur Verfügung, die bei Fragen und Problemen gerne weiterhelfen.

Konntest du dich bei deinem Ausbildungsplan aktiv mit einbringen?

Die groben Strukturen des Ausbildungsplans waren vorgegeben, jedoch hatte ich die Möglichkeit Vorschläge einzubringen (z. B. bei der Auswahl anderer Abteilungen für die Hospitation).

Worauf sollten Berufsanfänger bei der Suche nach einem Volontariat achten?

Bei der Suche nach einem Volontariat sollten Berufsanfänger unter anderem auf einen Ausbildungsplan achten: Gibt es überhaupt einen Plan? Wenn ja, wie sieht der aus? Gibt es Möglichkeiten zur Weiterbildung?
Es sollte einem bewusst sein, dass der Volontär kein Praktikant ist, sondern eher mit einer „Ausbildung in Vollzeit“ gleichzusetzen ist. Außerdem sollte auf ein angemessenes Verhältnis von Vergütung und Arbeitspensum geachtet werden und darauf, dass eine Übernahme nach dem Volontariat nicht von Anfang an kategorisch ausgeschlossen wird.

Zum zweiten Mal vergaben die Jungen Verlagsmenschen auf der Leipziger Buchmesse das Gütesiegel für Volontariate. „Ausgezeichnet! Gütesiegelträger im Gespräch“ mit dem dritten Preisträger Eugen Ulmer. Was Eugen Ulmer als guten Arbeitgeber ausmacht und worauf das Unternehmen besonders Wert legt, lest ihr in diesem Interview.

Fragen an die Personalabteilung:

Was ist Ihnen in Bezug auf die Ausbildung Ihrer Volontäre besonders wichtig?

Auf jeden Fall eine gute und fundierte Ausbildung, so dass die Volontäre hoffentlich danach bei uns eine Anstellung bekommen oder auf dem freien Markt gute Möglichkeiten haben.

Bei Ulmer werden Volontariate sowohl in den Buchlektoraten als auch in den Zeitschriftenredaktionen angeboten. Welche Herausforderungen bringt es mit sich, Volontären aus beiden Bereichen dieselben Rahmenbedingungen und Möglichkeiten zu bieten?

Die Rahmenbedingungen im Haus sind für beide Bereiche gleich. Die Bedingungen der Weiterbildung sind leider unterschiedlich, da müssen wir prüfen, was wir den Volontären bieten können. Was würden Sie anderen Unternehmen raten, die sich für das Gütesiegel interessieren?

Was würden Sie anderen Unternehmen raten, die sich für das Gütesiegel interessieren?

Eine gute Ausbildung anbieten, um dann offen und ehrlich die Fragen beantworten zu können. Dann hängt es doch von den Volontären ab, ob sie das Unternehmen gut bewerten. Wie werden Sie das Gütesiegel in Zukunft einsetzen? Was erhoffen Sie sich davon für Eugen Ulmer im Speziellen und für die Branche im Allgemeinen?

Wie werden Sie das Gütesiegel in Zukunft einsetzen? Was erhoffen Sie sich davon für Eugen Ulmer im Speziellen und für die Branche im Allgemeinen?

Das Gütesiegel werden wir für den Bereich Akquise nutzen und es bei Anzeigen für neue Mitarbeiter*innen im Bereich Volontariat einsetzen. Wir hoffen dadurch mehr und gute Bewerbungen zu bekommen. Für die Branche ist es auf jeden Fall ein Signal, dass Ausbildung mehr als nur Wissensvermittlung ist und als gesamtheitliche Aufgabe gesehen werden muss, der Beruf eine Zukunft hat und auf Qualität wert gelegt wird.

Beantwortet von Sabine Gutekunst, Personalleitung.

Fragen an den/die Volontär/in:

Was zeichnet aus Ihrer Sicht als Branchennachwuchs einen attraktiven Arbeitgeber aus?

Ein attraktiver Arbeitgeber zeichnet sich dadurch aus, dass er die Möglichkeit bietet, sich im Rahmen seines Arbeitsfeldes frei zu entwickeln und auch selbst schnell eigene Verantwortung zu übernehmen. Es sollte möglich sein, trotz der alltäglichen Aufgaben auch noch „nach rechts und links“ blicken zu können und trotz des Fokus auf bestimmte Themen nicht das Gesamtbild oder die Branchenentwicklungen aus den Augen zu verlieren.

Was ist Ihnen persönlich für Ihr Volontariat am wichtigsten und inwiefern finden Sie das in den Kriterien des Gütesiegels widergespiegelt?

Mir ist es sehr wichtig, dass mir die Freiheit gegeben wird, selbst Verantwortung zu übernehmen und eigene Themen in den Arbeitsalltag einzubringen, aber zugleich auch die Sicherheit, dass ich mich bei Fragen oder Problemen jederzeit an jemanden wenden kann.

Gerade den letzten Punkt sehe ich in den Kriterien des Gütesiegels sehr gut widergespiegelt: Hier wird Wert gelegt auf eine feste Betreuung und regelmäßige Feedbackgespräche.

Was würden Sie zukünftigen Volontären für ihr Volontariat und die Wahl ihres Arbeitgebers mit auf den Weg geben?

Junge Menschen, die sich für ein Volontariat entscheiden, sollten sich auf jeden Fall bewusst sein, dass sie einen Ausbildungsweg wählen, bei dem die eigentliche Ausbildung im stressigen Arbeitsalltag oft untergeht. Zudem ist es wichtig, dass die Themenfelder, in denen man sich später bewegt, der jeweiligen Person nicht völlig fremd sind.

Bei der Wahl des Arbeitsgebers sollte man auf jeden Fall nachhaken, ob ein Ausbildungsplan existiert. Sollte es nicht vorab bekannt sein, würde ich spätestens im Bewerbungsgespräch auch nachfragen, ob es einen Ausbildungsbetreuer (m/w/d) und feste Ansprechpartner gibt. Hier wäre auch abzuklären, ob es eine Überstundenregelung gibt.

Beantwortet von Julia Schenkenberger, eine der Redaktionsvolontärinnen.

Kurz vor der nächsten Gütesiegelverleihung schließen wir unsere erste Runde „Ausgezeichnet! Gütesiegelträger im Gespräch“ mit dem dritten Preisträger der ersten Stunde – Open Publishing. Was Open Publishing als guten Arbeitgeber ausmacht und worauf das Unternehmen besonders Wert legt, lest ihr in diesem Interview.

Open Publishing scheint vielleicht auch aufgrund der Größe ein Arbeitgeber zu sein, bei dem sich die Mitarbeiter sehr wohl fühlen. Welche Maßnahmen ergreifen Sie, um ein positives und motivierendes Betriebsklima zu herzustellen – gerade im Hinblick auf den Nachwuchs?

Dr. Julius Mittenzwei, Geschäftsführer: Wir verstehen uns als Open Publishing Familie mit flachen Hierarchien und nahbaren Geschäftsführern, um ein angenehmes und motivierendes Betriebsklima zu schaffen. Dazu gehören auch unsere Volontäre, denen wir schon früh Verantwortungen übertragen. Beispielsweise gibt es Projekte, an denen Volontäre komplett selbständig arbeiten. Darüber hinaus haben wir durch unsere agilen Arbeitsprozesse ein Start-up-Feeling erhalten. Gleichzeitig können wir die Sicherheit eines erwachsenen Unternehmens bieten.

Was erhoffen Sie sich vom Gütesiegel für Ihr Unternehmen und die Branche insgesamt?

Dr. Julius Mittenzwei: Als Arbeitgeber stehen wir im ständigen Wettbewerb mit anderen Unternehmen um die besten Mitarbeiter. Deshalb ist es für uns wichtig, dass wir für potenzielle Bewerber sichtbar sind und unsere Bekanntheit steigt. Das JVM-Gütesiegel zeigt zukünftigen Mitarbeitern, dass sie bei uns nicht nur ein angenehmes Arbeitsklima finden werden, sondern auch eine sehr gute Ausbildung angeboten wird. Des Weiteren hoffen wir, dass sich durch Gütesiegel dieser Art die Qualität der Volontariate in der Branche insgesamt verbessern wird.

Was braucht es aus Ihrer Sicht, um als Nachwuchskraft in einem Unternehmen anzukommen und sich als Teil des Teams zu fühlen?

Anja Spägele, ehemalige Volontärin, mittlerweile Marketing Managerin: Wichtig sind ein fester Ansprechpartner, regelmäßige Feedbackgespräche und eine gewisse Wertschätzung der eigenen Arbeit und Person. Bei Open Publishing ist das alles vorhanden und ich konnte mich nicht nur mit der Arbeitsweise, sondern auch mit der lieben Bürogemeinschaft identifizieren.

Wie wichtig ist Ihnen der Erfahrungsaustausch mit anderen Volontärinnen und Volontären und inwiefern wird dieser bei Open Publishing gefördert?

Anja Spägele: Den Austausch mit den anderen Volontärinnen und Volontären schätze ich sehr. Hier wird nicht nur eine gegenseitige Hilfestellung geboten, sondern auch konkret über Verbesserungswünsche geredet, die dann auch direkt mit der Geschäftsleitung besprochen werden können. Dazu gibt es einen regelmäßigen Volo-Stammtisch. Außerdem betreuen wir Volos gemeinsam ein Facebook-Projekt, bei dem vor allem der Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit auch über die verschiedenen Abteilungen hinaus im Vordergrund stehen.

Was möchten Sie zukünftigen Volontären bei der Wahl ihres Arbeitgebers mit auf den Weg geben?

Ich persönlich finde es gut, wenn bei einem Volontariat der Ausbildungscharakter im Vordergrund steht. Eine Arbeit, in der man nach zwei Monaten bereits vollwertige Arbeit leistet, ist für mich kein richtiges Volontariat. Die Volontariatszeit sollte dazu da sein, Fragen stellen zu können, praktische Erfahrungen zu sammeln und sich auch selbst ausprobieren zu können.