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Ist die Literaturkritik in der Krise? Und wohin wandert die literarische Öffentlichkeit?

Die Podiumsdiskussion ist am frühen Nachmittag des Messe-Donnerstags gut besucht. Die Vortragenden könnte man als hochkarätig bezeichnen: Andreas Platthaus (F.A.Z.) leitet die Diskussion, ob eine klassische Literaturkritik noch gebraucht wird, oder ob die Zukunft doch sowieso wieder im Netz liegt, wo Blogger die Arbeit von Literaturkritikern übernehmen.

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Denis Scheck (Druckfrisch)
© Dominique Conrad

Die Buchmesse ist Treffpunkt für Autoren, Verleger, Leser – und diejenigen, die Literatur vorstellen und bewerten. Aber mit der Digitalisierung ändern sich nicht nur die Gestalt von Büchern und das Leseverhalten, sondern ebenso die Rezension von Literatur. Wie also sieht Literaturkritik heute aus? Zwei Blogger und TV-Literaturkritiker Denis Scheck erzählen über ihre Art, Bücher vorzustellen.

Die klassische Buchbesprechung im Feuilleton deckt inzwischen lediglich einen Bruchteil der Literaturkritik ab. Heute spielen visuelle Formen der Besprechung wie TV-Literatursendungen oder YouTube-Videos von Hobbyrezensenten eine wichtige Rolle. Auch werden Rezensionen längst nicht mehr ausschließlich von professionellen Kritikern verfasst; dank des Internets kann jeder Leser selbst Bücher besprechen, sei es auf Amazon oder in einem eigenen Blog. Weiterlesen