Beiträge

von Anika Andreßen

Der Gastlandpavillon

Nüchtern und kühl wirkte er, der Pavillon des diesjährigen Ehrengastlandes Norwegen auf der Frankfurter Buchmesse. Die Decke unverkleidet, der Blick auf den Balkon des Forums freigelegt, die Seitenwände vollständig mit Spiegeln ausgestattet, die den ersten von zwei Räumen noch größer und irgendwie leerer erscheinen ließen. Doch wer dachte, dem Pavillon auf den einen Blick alle Geheimnisse entlocken zu können, täuschte sich. Es gab mehr zu entdecken, als zunächst angenommen.

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von Anika Andreßen

„Der Traum in uns“
Das ist der Traum

Das ist der Traum, den wir tragen,
dass etwas Wunderbares geschieht,
geschehen muss –
dass die Zeit sich öffnet,
dass das Herz sich öffnet,
dass Türen sich öffnen,
dass der Berg sich öffnet,
dass Quellen springen –
dass der Traum sich öffnet,
dass wir in einer Morgenstunde gleiten
in eine Bucht, um die wir nicht wussten.

Olav H. Hauge (Übersetzung Klaus Anders)

Mit den Worten „Der Traum in uns“ präsentierte sich Norwegen in diesem Jahr als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse. Das Motto geht auf ein Gedicht des norwegischen Autors Olav H. Hauge (1908-1994) zurück und wurde von den Leser*innen und Zuschauer*innen des norwegischen Senders NRK 2016 zum bedeutendsten norwegischen Gedicht aller Zeiten gewählt. Das skandinavische Land mit seinen rund 5,3 Millionen Einwohnern präsentierte 2019 ein umfangreiches Literatur- und Kulturprogramm im gesamten deutschsprachigen Raum, erzählte Geschichten aus der Heimat, entführte das Publikum an unbekannte Orte und brach eine Lanze für die Meinungsfreiheit, die in der politischen Kultur Norwegens von höchster Bedeutung ist. Daneben lag ein Fokus auf den Themen Natur und Umwelt, Feminismus und Gleichberechtigung, modernes Familienleben, Vielfalt und Identität in einem sich wandelnden Europa sowie auf der Literatur und Kultur der Sápmi, dem Siedlungsgebiet und Kulturraum der Samen.

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Ich solle mir eine Karte aussuchen, sagt ein mittelalter Mann im fröhlich geblümtem Hemd auf Französisch zu mir. Ein kleiner Tisch voll Miniaturkarten steht zwischen uns an einer der vielen Ecken des lichten Gastland-Pavillons. Ich suche mir ein Kärtchen aus. „Stellen Sie mir eine Frage dazu“, fordert mich der Mann auf und sieht mich mit neugierigen Augen an. Und so verdutzt ich im ersten Moment bin – es entspinnt sich sogleich ein Gespräch, an dessen Ende der Mann recht unvermittelt fragt: „Wenn Ihr Leben ein Roman wäre, was für ein Roman wäre es dann?“ Der Mann ist Teil eines Künstlerkollektivs, welches das diesjährige Gastlandteam nach Frankfurt geholt hat. „Francfort en français“ ist das Motto der Franzosen, die nicht allein die französische Buchbranche und ihre aktuellen Stars, sondern die französische Sprache und die Frankophonie ins Zentrum ihres Auftritts stellten.

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Die Medien überschlagen sich gerade in der Berichterstattung über den Gastlandauftritt Flanderns & der Niederlade auf der Frankfurter Buchmesse 2016. In der Tat ist nicht nur die Anzahl der Neuerscheinungen und geladenen Autoren aus dem Gastland in diesem Jahr beachtlich. Zur offiziellen Eröffnungsfeier der Frankfurter Buchmesse am Dienstagabend reisten neben Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments, Boris Rhein, Hessischer Minister für Wissenschaft und Kunst, Geert Bourgeois, Ministerpräsident der Flämischen Regierung und Minister für Außenpolitik und Kulturerbe und Dr. Jet Bussemake, Niederländische Ministerin für Bildung, Kultur und Wissenschaft eigens das belgische Königspaar Phillipe und Mathilde sowie der niederländische König Willem-Alexander an, um den Gastlandpavillon zu eröffnen. Weiterlesen

von Julianne Rinne und Alexandra Müller

Die goldenen Fransen hüpfen im Takt der Musik, während sich die nackten Füße der Tänzerin im Kreis drehen. Immer schneller durchtanzen sie die komplizierten Schrittfolgen, während die Zuschauer wie hypnotisiert die zuckenden Bewegungen ihrer Arme verfolgen. Weiterlesen

Gastland Island

Gastland Island

Als Gastland der Frankfurter Buchmesse 2011 wird es Island, die kleine abgeschiedene Inselnation im Nordatlantik, einfach und schwer gleichzeitig haben.

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