Beiträge

von Alina Schmidt

Man hört heutzutage oft, dass immer weniger und vor allem kaum junge Menschen lesen. Doch schaute man sich in den Buchläden und auch auf der Frankfurter Buchmesse um, schien das ein Irrtum zu sein. Auch bei der Veranstaltung „How to Bookstagram“ am Messesamstag, dem 20. Oktober 2019, waren vor allem junge Leute anwesend. Auf dem Podium waren fünf Bookstagrammer*innen und Booktuber*innen versammelt, die ein paar Tipps zum Beginnen eines Bookstagram-Accounts gegeben haben.

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von Claudia Holzapfel

Künstliche Intelligenz ist laut Frau Prof. Dr. Katharina Zweig, jede Software, die, wenn sie ein Mensch wäre, eine gewisse Intelligenz voraussetzen würde und unter Fachleuten, sowie unter Laien sehr umstritten. In unserer heutigen Gesellschaft, in der moderne Technologie eine immer wichtigere Rolle spielt, ist es allerdings wichtig, über KI-Software und damit ihre Vorteile und Gefahren zu sprechen. 

An der Diskussionsrunde am Messesonntag mit dem Titel „Ethik der Algorithmen– Wie rassistisch können Maschinen sein?“ beteiligten sich neben der Informatikerin Frau Prof. Zweig auch der katholische Theologe Prof. Alexander Filipović und, als Moderator, Alexander Armbruster, Wirtschaftsredakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Laut Armbruster ist Künstliche Intelligenz für die meisten von uns alltäglich, denn die Algorithmen stecken unter anderem hinter Suchergebnissen in Suchmaschinen im Internet, Angeboten auf Medienplattformen und Shopping-Seiten und in Schachcomputern und das oft schon seit Jahrzehnten.

Wenn es allerdings darum geht, dass solche Maschinen über das Schicksal von Menschen entscheiden, dann werden viele von uns vorsichtig; zu Recht, meinte auch Alexander Filipović. Algorithmen sind zwar von sich aus neutral, allerdings „lernen“ sie aus der Vergangenheit und sind demnach dazu vorprogrammiert, Fehler aus der Vergangenheit zu wiederholen. Frau Prof. Dr. Zweig stimmte ihm zu und ergänzte, dass fehlerhafte und inakkurate Ergebnisse dadurch entstehen, dass die zugrundeliegenden Datensätze nicht vollständig sind. Laut dem Theologen Filipović sind Künstliche Intelligenzsysteme, trotz des Namens, nicht wirklich „intelligent“, sondern benutzen reine Statistik um aufgrund einer bestimmten Datenmenge Vorhersagen zu tätigen. Frau Prof. Dr. Zweig ergänzte, dass die meisten Datenbanken zum Beispiel viel zu wenig Daten über Frauen enthalten, wodurch die Entscheidungen der Algorithmen aufgrund dieser Daten automatisch diskriminieren.

„Eine Maschine hat kein Gefühl für moralische Probleme.“

Prof. Alexander Filipović

Manche Entscheidungen, da waren sich die TeilnehmerInnen, sowie die ZuschauerInnen der Diskussionsrunde einig, sollten, auch in Zukunft, von Menschen getroffen werden. „Eine Maschine hat kein Gefühl für moralische Probleme“ betonte Alexander Filipović. In den USA werden zum Beispiel solche Entscheidungssysteme als Grundlage für die Entscheidung genutzt, ob Häftlinge vorzeitig aus der Haft entlassen werden sollten oder nicht. Ethik, kulturelle Diversität und menschliche Gefühle wie Mitgefühl und Gnade können von Algorithmen nicht mit einbezogen werden, sind aber bei Entscheidungen wie in diesem Beispiel unerlässlich. Außerdem lernen wir Menschen ständig dazu und ändern damit stetig unsere Entscheidungsgrundlage. Bei Künstlichen Intelligenzsystemen, so erklärt die Informatikerin Prof. Dr. Zweig, lässt sich die Datengrundlage nachträglich nicht mehr ändern.

Das Fazit der Diskussionsrunde am Messesonntag war, dass es im Umgang mit Künstlicher Intelligenz noch viel zu lernen gibt. Solche Algorithmen sind nicht alternativlos und man sollte sich nicht kritiklos auf sie verlassen, egal in welchem Zusammenhang, beziehungsweise welcher Branche.


Artikel verfasst von Claudia Holzapfel im Rahmen der JVM-MessereporterInnen in Kooperation mit der Frankfurter Buchmesse.

von Claudia Holzapfel

Diversität in Romane integrieren ist wichtig, aber wie macht man es richtig, besonders wenn man selbst nicht zu einer der marginalisierten Gruppen gehört, über die man schreibt? Diese Fragestellung ist sicher nicht nur für junge Autorinnen und Autoren interessant. Victoria Linnea arbeitet als Schreibcoach für sensitivityreading.de in Berlin. In der Diskussionsrunde mit dem Titel „Darf ich das so schreiben? – Diversität in Romanen“ am Messesamstag betonte sie, dass beim Thema Diversität die Recherche genauso wichtig sei wie bei jedem anderen Aspekt des Schreibprozesses.

Sogenannte Sensitivity Reader wie Victoria Linnea bieten einen Lektorats-Service an, der sich mit der korrekten Repräsentation von marginalisierten Gruppen in Romanmanuskripten beschäftigt. In diesem Zusammenhang, also wenn es darum geht, Diskriminierungen zu vermeiden, hört man ja leider immer wieder Aussagen wie: „Dann darf ich ja gar nichts mehr schreiben“. Diesem Vorurteil widersprach Linnea: „Man braucht diskriminierende Wörter nicht um sich auszudrücken!“ Schließlich erfänden Autorinnen und Autoren ganze Welten, da sollte es nicht so schwierig sein, Synonyme für diese Worte zu finden.

Mit an der Diskussionsrunde beteiligt, die von Thorsten Simon moderiert wurde, war die Autorin Alexandra Schwarting. In Ihrem Roman Auf Drei Beinen ins Glück, hat die Hauptfigur Ole einen Unterschenkel verloren. Schwarting drückte ihre große Bewunderung für Menschen mit einem solchen oder einem ähnlichen Handicap aus. Sie legte außerdem jedem, der vorhat einen Roman mit einem diversen Cast an Figuren zu verfassen nahe, mit betroffenen Menschen zu sprechen, anstatt nur über sie zu sprechen, beziehungsweise zu schreiben. Das koste natürlich Überwindung, sei aber sehr wichtig, um Fehler und Ungenauigkeiten zu vermeiden. In ihren Romanen versucht Alexandra Schwarting Klischees zu benutzen, um mit ihnen zu brechen.

Die Runde komplett machte Annika von Redwitz, Expertin für Diversity Management Consulting, die erklärte, dass Diskriminierung entsteht, weil eine Mehrheit Angst davor hat, ihre Privilegien zu verlieren. Sie hob hervor, dass wir alle bewusste und vor allem unbewusste Vorurteile haben, es aber wichtig sei, Menschen bewusst zu machen, dass sie diese Vorurteile hätten. Davon abgesehen sei es wichtig, Minderheiten sichtbar zu machen sowie Begegnungen zwischen Menschen möglich zu machen und dadurch Empathie zu stärken.

Abschließend hob Schreibcoach Victoria Linnea noch mal hervor, dass es sinnvoll sei, das ganze Manuskript von einem Sensitivity Reader lesen zu lassen, um unfreiwillige Diskriminierung zu verhindern. Grundsätzlich sei unsere Welt nun mal divers und das sollte sich idealerweise auch in der Literatur widerspiegeln.


Artikel verfasst von Claudia Holzapfel im Rahmen der JVM-MessereporterInnen in Kooperation mit der Frankfurter Buchmesse.

von Roxana Frey

Dass Podcasts gerade in aller Munde, oder vielmehr in aller Ohren, sind, ist bereits bekannt. Dabei sind gerade Literaturpodcasts in den letzten Jahren zum Trend geworden, die von einzelnen Personen, aber auch von großen Verlagsgruppen produziert werden. Aus diesem Anlass lud „Frankfurt Authors“ am Freitag, den 18.10.2019, auf der Buchmesse zum Vortrag „Podcasts: Wie Verlage und Autorinnen das Medium optimal nutzen“ ein. Unter der Moderation von Wolfang Tischer vom literaturcafe.de, berichteten vier geladene Gäste über ihre Erfahrungen mit Podcasting – privat und beruflich.

Frank Stockmann, selbsternannter „Vital Trainer“, Autor und ehemaliger Host vom „Jetzt- Blond-Podcast“ erzählte von seinen Erfahrung, wie man „einen Podcast an die Wand fährt“: Vor kurzem trennte er sich von seinem Podcast-Partner, seinem Friseur Sezar Minasyan , mit dem er sich über Haare, Liebe und dem Mut zur Veränderung unterhielt. Grund für den fehlenden Erfolg des Podcasts war, laut Stockmann, der Mangel an Authentizität. Der Podcast bot den falschen Content für die Zielgruppe, die er ansprechen wollte, was er auf seiner falschen Motivation begründet: Der Podcast entstand in erster Linie, um seinen Roman zu vermarkten. Aus diesem Misserfolg zog Stockmann seine Schlüsse und startet bald seinen neuen Podcast, in dem er sich mit ehemaligen Profisportlern über das Thema „Mentaltraining“ unterhalten wird.

Florian Kessler ist Lektor beim Hanser Literaturverlag und Herausgeber des Literatur-Podcasts „Hanser Rauschen“, wo alle 14 Tage Schaffende aus dem Literaturbereich zu Gast sind und sich mit Lektorinnen des Verlags über Bücher und vieles mehr unterhalten. Der Podcast erfreut sich großer Beliebtheit, wobei Kessler das Medium als ein „riesiges Feuilleton“ sieht:
Dabei geht es vor allem darum, sich nicht von großen Zahlen verführen zu lassen. Gestartet wurde der Podcast mit der Lautsprecherfunktion des Firmentelefons und einem Handy, wobei der Podcast stetig an Professionalität zunimmt. Trotzdem war es Kessler immer wichtig, dieses „nicht-perfekt-sein“ an die Hörer*innen zu transportieren – denn so bleiben die Themen authentisch.

Für diese Authentizität bei Podcasts plädiert auch Autorin Klaudia Zotzmann-Koch, die schon seit Anfang der 2000er Podcasts hört und selber produziert. Viel falsch machen könne man beim Podcasting gar nicht – es lohne sich vor allem das Feedback der Hörerschaft ernst zu nehmen und Websites wie Sendegate.de zu nutzen, um zu ergründen was die Leute
tatsächlich interessiert.

Karin Pfaff, Senior Manager Digital Development, sprach stellvertretenden für die Random-House Verlagsgruppe, die mittlerweile mit vier prominenten Podcasts auf dem Markt vertreten sind. Ziel ist es damit vor allem junge Leute auf einer Plattform zu erreichen, da sich auch die Verlagswelt in einem Digitalisierungsprozess befindet. Das Problem bei Podcast sei aber auch, dass sich der Erfolg schwer in Zahlen messen lassen kann, da ausführliche Statistiken fehlen.

Der gesamte Vortrag ist auf www.literaturcafe.de als Podcast verfügbar.


Artikel verfasst von Roxana Frey im Rahmen der JVM-MessereporterInnen in Kooperation mit der Frankfurter Buchmesse.

von Roxana Frey

Der Traum ein eigenes Buch auf den Markt zu bringen scheint für viele unvorstellbar. Dass das jedoch gar nicht so schwer ist, zeigte der von der Gourmet Gallery und Travel Salon veranstaltete Vortrag zum Thema: „Wie pitche ich meine Buchidee? Autoren und Blogger verraten wie es geht“ am 18.10 auf der Frankfurter Buchmesse 2019.

Im Rahmen des „Food und Travel Talks“ waren am Freitag die Autorin Gesa Neitzel (Frühstück mit Elefanten / The Wonderful Wild), Literaturagentin und Autorin Alexandra Schlüter und Verlegerin Marianna Hillmer (Reisedepeschen Verlag) zu Gast und erklärten, wie man den perfekten Pitch für seine Buchidee verfasst.

Dabei ist das Schreiben an sich der erste Schritt. Laut Gesa Neitzel ist das meistens die schwierigste Aufgabe: „Du redest immer davon, dass du gerne schreiben möchtest und hast ganz viele Notizbücher und tolle Kugelschreiber, aber eigentlich schreibst du gar nicht“. Dem kann Marianna Hillmer nur zustimmen. Ihren Verlag erreichen sehr viele Anfragen, aber vielen fehlt die konkrete Idee für ein interessantes Exposé. Diese Erfahrung macht auch Alexandra Schlüter mit ihren Autoren – ein Konzept hilf auch ihnen selbst Struktur in ihr Vorhaben zu bringen. Dabei sollte der Pitch nie länger als 3-5 Minuten sein.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Vita des Autors: Wurde bereits etwas publiziert? Gibt es einen Blog? Diese Fragen stellt sich ein Verlag, wenn er eine E-Mail mit einem Exposé erhält. Dass man selbst nie früh genug damit beginnen kann sich zu vermarkten, weiß auch Gesa Neitzel: Eine ordentliche Portion Selbstbewusstsein darf bei einem Pitch nicht fehlen. Sie startete mit einem Reiseblog, woraufhin ihr Anfragen von Literaturagenten und Magazinen zugesendet wurden. So kam sie auf unkonventionelle Weise zu ihrem ersten Buchvertrag: Neitzel wollte eine Ausbildung zur Rangerin in Afrika machen, wofür ihr leider das Geld fehlte. Um ihren Traum verwirklichen zu können, entwickelte sie die Idee ein Buch über dieses Thema zu schreiben, um sich mit dem Geld die Ausbildung zu finanzieren. Über Kontakte kam sie zum Ullsteinverlag, der letztendlich ihr Werk „Frühstück mit Elefanten“ verlegte. Leidenschaft und Durchhaltevermögen sei bei diesem Vorhaben das Wichtigste – teilweise wird man bis zu 40 Mal von Verlagen abgelehnt bis man letztendlich doch einen Buchvertrag erhält. Der klassische Weg ist es sich mit einem Manuskript direkt an einen Verlag oder Literaturagenten zu wenden.

Alexandra Schlüter hilft den AutorInnen dabei ein Buchkonzept zu entwickeln und den passenden Verlag für das geplante Buch zu finden. Das persönliche Gespräch mit dem Verleger folgt danach. Wichtig ist dabei vor allem die persönliche Beziehung zwischen und AutorIn und LektorIn – wenn das nicht passt, kann es auch mit dem Buch nicht funktionieren, weiß Marianna Hillmer.


Artikel verfasst von Roxana Frey im Rahmen der JVM-MessereporterInnen in Kooperation mit der Frankfurter Buchmesse.

von Alina Zaiser

Was man als AbsolventIn eines geisteswissenschaftlichen Studiums letztlich damit anfängt, ist eine Dauerfrage. ZEIT Campus griff das Thema Anfang 2018 auf und konstatierte: „Tatsächlich kann der Berufseinstieg manchmal holprig sein, aber wer flexibel ist, hat gute Chancen“.

Was das in der Praxis bedeutet, war auch auf dem diesjährigen Young Professionals Day auf der Frankfurter Buchmesse, ausgerichtet vom Mediacampus Frankfurt, ein zentrales Thema. Der Karriereweg einer Metadaten-Managerin, eines Produktmanagers und einer Marketing Managerin sollten zeigen: Es gibt die Berufszweige für die Geisteswissenschaften.  Wir stellen sie einmal genauer vor:

1. Metadaten-Managerin

Ramona Böhm von Droemer Knaur macht den Anfang. Sie arbeitet seit Jahren als Metadaten Managerin bei der Verlagsgruppe. Ob sie das denn immer schon gewollt habe, kam die Frage aus dem Publikum? Nein, sagt Böhm. Schon die Ausschreibung war damals noch sehr wage gehalten, die Verlagsgruppe suchte eine Person, die sich unter anderem auch mit Metadaten und SEO auskennt. Daraus hat sich dann ihr heutiges Stellenprofil entwickelt.

Aber was sind das eigentlich: Metadaten? „Metadaten sind Daten, die Informationen über Merkmale anderer Daten enthalten, aber nicht diese Daten selbst“, Böhms auf die Leinwand projizierte Definition klingt da noch sehr akademisch, etwas abstrakt. Im Grunde sind Metadaten diejenigen Informationen, die das Buch beschreiben, sagt sie auf die interessiert-ratlosen Blicke aus dem Publikum. Diese Informationen ermöglichen es Algorithmen erst, die Produkte im Netz auffindbar zu machen. „Wer einen Thriller sucht, will keine wissenschaftliche Abhandlung finden, wenn man eine entsprechende Schlagwortsuche im Netz startet.

Angefangen hatte die studierte Germanistin ihren Weg als Praktikantin bei Lovelybooks im Bereich Community Management und Social Media, darauf folgte eine Station als Volontärin im Marketing und Vertrieb bei MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels. Dort blieb sie als Marketing Managerin, ehe sie sich auf die Ausschreibung bei Droemer Knaur bewarb. „Eine Metadaten Managerin sitzt an der Schnittstelle zwischen IT und Lektorat“, angesiedelt sei sie aber weiterhin im Vertrieb. „Metadatenmanagement wird überall im Verlag gebraucht“.

2. Produktmanager Digital

Klassische Berufsbilder wie PolizistIn, LehrerIn oder PilotIn sind klar definiert, jede/r kennt die Aufgaben. ProduktmanagerInnen haben es da schwerer. Anjo Schwarz, Produktmanager Digital bei MVB, sieht sich als „Anwalt der KundInnen“. Die Betreuung eines Produkts von der Entwicklung bis zur Markteinführung, sei die Hauptaufgabe. Dass das Produkt auch schließlich dem entspricht, was die KundInnen wollen. Gelingt es, ist das für das Unternehmen und die AbnehmerInnen gleichsam eine „Win-Win-Situation“.

ProduktmanagerInnen sind grundsätzlich vielseitig einsetzbar: Produktentwicklung, Wettbewerbs- und Marktbeobachtung, Betreuung der Markteinführung, Produktvertrieb und -marketing und Controlling. Bereiche also, die auch in einem Verlag und der Medienbranche fest verankert sind.

Schwarz ist ein Generalist. Er hat Germanistik und Journalistik studiert, was in der Buchbranche häufiger der Fall ist. Ein kaufmännischer und betriebswirtschaftlicher Hintergrund seien aber ebenso gut geeignet, im Produktmanagement einzusteigen. Was zählt ist, sich gerne mit komplexen Sachverhalten auseinanderzusetzen, neue und unerwartete Herausforderungen sicher anzugehen und im Zusammenspiel mit verschiedenen Abteilungen Verantwortung zu übernehmen.

3. Junior Marketingmanagerin

Kathrin Betka hat als Buchhändlerin begonnen, heute ist sie Junior Marketing Managerin bei HarperCollins Germany GmbH. Sie betreut die Imprints HarperCollins, MIRA Taschenbuch und DRAGONFLY. Darunter fallen die Bereiche Handels- und Endkundenmarketing. Was das heißt? Auf der einen Seite steht die Gestaltung der Programmvorschau und des sog. Point of Sale (Displays, Aufsteller, etc.), vorrangig zwischen Unternehmen, und auf der anderen Seite Kampagnenplanung, Social Media- und Community Management und vieles mehr, was direkt der Interaktion mit den KundInnen bedarf.

Betka konnte bei der Gründung des Imprints DRAGONFLY in verantwortlicher Position mitwirken: von der Positionierung, der Konzeption bis zum Pre-Launch. Diese Aufgaben stellten sie zweifelsohne vor hohe Herausforderung, da der Markt bereits umkämpft ist. Nach einer Eingewöhnungsphase aber fühlte sie sich wohl in diesem Bereich, der einen starken „Startup-Charakter“ aufweist. Die relativ unmittelbare Rückkopplung beim Endkunden zeige (Miss)-Erfolge gleichsam auf, was motiviert und die Kreativität anregt.


Artikel verfasst von Alina Zaiser im Rahmen der JVM-MessereporterInnen in Kooperation mit der Frankfurter Buchmesse.